Während einer Tournee durch Spanien setzt sich der kubanische Saxophonist Paquito d´Rivera im Jahr 1980 von seiner Band Irakere ab und flüchtet in die Vereinigten Staaten, wo er um politisches Asyl nachsucht. Seine Ehefrau und einen Sohn hat er auf Kuba zurücklassen müssen. In den USA fasst er schnell Fuß und arbeitet mit Dizzy Gillespie, McCoy Tyner und Randy Brecker zusammen.
Rasch steigt Paquito zum Saxstar des Plattenlabels CBS auf. Auf seiner zweiten Einspielung wischt er den Revoluzzern seiner Heimat kräftig eins aus. Provokativ nennt er die heiße Scheibe Mariel, das ist jener Fluchthafen an Kubas Westküste, über den Tausende Castro-Gegner in kleinen Booten die neunzig Meilen nach Key West zu türmen versuchen.
Die ersten Jahren in den Vereinigten Staaten dienen solcher musikalischer Vergangenheitsbewältigung. Auf den Platten Blowin und Mariel frönt er seiner Leidenschaft zu großen Gesten. Die dort eingespielten Kompositionen Song to my son oder New York is you offenbaren Paquitos Trauma, seine Geschichte der Welt erklären zu müssen.
Das Zerwürfnis zwischen
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