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Haarsträubendes beim Frisör

Haarsträubendes beim Frisör
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gefunden in Düsseldorf, Frühjahr 2009; Photo by W. Stock

Jetzt machen wir mal die Feuerzangenbowle. Die hübsche Szene, als der rheinische Lehrer Bömmel den denkfaulen Schülern den Stoff erklären will. Jezz stellen mer uns mal janz dumm.

Also, dann stellen mer uns jezz mal janz dumm: Wat iss ’n Hairothek?

Diskothek kennen wir. Videothek auch. Der Begriff leitet sich aus dem Altgriechischen und dem Lateinischen her. Thēca bedeutet soviel wie Hülle oder Behältnis.

Als Suffix hat sich -theke bei Räumlichkeiten eingebürgert, so bei der Bibliothek. In der Wortbedeutung steht die Theke also für den Tresen. Bei einer Theke wird dem entsprechend etwas herüber geschoben. Mal ein Video, dort eine Schallplatte, möglicherweise ein Buch.

Kennen Sie aber auch eine Haar-Theke? Eigenhändig so gesehen und mir standen die Haare zu Berg. Denn in der Hairothek von Gerd werden gleich vier Sprachen gemixt. Und zwar Altgriechisch, Latein, Neuenglisch und Bullshit-Idiom.

Was geht eigentlich bei Gerd über die Theke? Die Haare des Kunden, the hair of the customer? Eigentlich müßte es ja Hairthek heißen, was aber dämlich klingt. Ob es aber mit dickem “o” in der Mitte besser ausgeht, darf bezweifelt werden.

Unter Adenauer hieß es Frisör, später dann vornehmer Friseur. Wenn’s viel kostet, heißt es Coiffeur. In gewissen Kreisen sagt man auch Figaro. Gemeint ist immer: Haare schneiden. Auch bei Hairothek Gerd. Drollig und irgendwie doch haarsträubend!

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  1. apple

    Alaaaaf!

  2. Jo

    Spitze, Herr apple.
    Das beste an Düsseldorf? Die Bahnverbindung nach Köln!
    Jo (alias Jupp)

  3. apple

    „gefunden in Düsseldorf“ – sagt das nicht genug?

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