What the Hell is a „Backpoint“?
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gefunden in München, im Januar 2012; Photo by C. Stock

Hoch lebe der Anglizismus! Die Welt ist rund und klein, und die Mauern sind weitgehend gefallen. An den Landesgrenzen und in den Köpfen.

Deshalb heißt der Computer auch Computer und nicht Rechner. Insofern ist ein kluger Anglizismus auch ein guter Anglizismus.

Ein neuer Versuch. Mit etwas mehr Differenzierung. Hoch lebe der intelligente Anglizismus! Die Betonung liegt auf intelligent, denn manchmal muss ich dann doch ziemlich schlucken.

Neulich in München stoße ich auf einen Backpoint. Backpoint? What the Hell is a Backpoint?

Back heißt zurück und Point meint den Punkt. Kriegt man in diesem Laden seine Punkte zurück? Aber welche Punkte? Miles & More. Payback. REWE-Pünktchen?

Ich bleibe ratlos. Also muss man schon genauer hinschauen. Was im Alltag natürlich immer ratsam scheint, bei Ladengeschäften aber Blödsinn ist, denn dort sollte man auf den ersten Blick erkennen, um was es hier geht.

Und bei genauerer Betrachtung lese ich etwas von Kaffee, Getränken und Kuchen. Erst jetzt kann ich die beiden Fäden zusammenknüpfen. Deutsches Backen und englischer Point.

Aha, ein Backwaren-Treffpunkt. Wobei sich Backware schwerlich treffen kann. Also, dann bleiben wir doch lieber bei unserem Backpoint.