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Ein nettes Spiel unter Literaten:

In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Freunde sitzen beim Whiskey zusammen und frönen der Aufschneiderei unter angehenden Autoren.

Sie wollen wetten, eine literarische Wette, der Einsatz beträgt 10 Dollar.

Der junge Journalist und  Schriftsteller Ernest Hemingway aus Chicago wettet mit den Freunden, dass er eine Kurzgeschichte aus nur sechs Wörtern schreiben könne. Sechs Wörter. Erstaunen.

Die Freunde glauben es nicht. Aber natürlich gewinnt Ernest Hemingway die Wette. Sein Text lautet:

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Hier im Herzen Schwabings mit seinen feinen Häusern aus der Jahrhundertwende zeigt sich München von seiner angenehmen Seite. Gediegene Wohnlichkeit, kein Protz wie in Grünwald oder Bogenhausen, ein lockerer Lebensrhythmus voller Sonne und Lebensfreude.

Ein ruhiger Autoverkehr, wenig Lärm und grüne höhe Bäume verleihen dem Bohème-Viertel eine unbeschwerte Note. Die Herzogstrasse liegt in Rufweite zur Clemensstrasse, dort wo der mysteriöse Schriftsteller Ret Marut sein Quartier bezog.  Und just in der parallelen Herzogstrasse, Hausnummer 45, im zweiten Stockwerk, wohnte Irene Mermet, Maruts Lebensgefährtin.

In München meldete sich Irene Mermet, eine  ehemalige Studentin der Düsseldorfer Hochschule für Bühnenkunst, am 24. November 1915 an, nachdem ihr Freund Ret Marut sich schon zwei Wochen zuvor als angeblich amerikanischer Staatsbürger und stud.phil ins Münchner Melderegister hat eintragen lassen.

Als Tochter eines

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Frankfurt/Main, den 2. Oktober 1992; Photo by Hasso v. Bülow

Ein cooler Typ. Wirklich cool. Von den jüngeren amerikanischen Management-Beratern und Wirtschafts-Autoren ist dieser Mann der beste. Und wohl auch der originellste.

Und einer meiner Lieblingsautoren. Diesen Tom Peters mag ich als Vordenker, als Vortragsredner und auch als Mensch. Denn er ist ein bunter Hund, ein richtig bunter und wilder Hund.

Tom wurde mit einem Buch über Nacht berühmt. In Search of Excellence, das erste Management-Buch, das über eine Million Mal verkauft wurde. Zu Deutsch heißt das Werk Auf der Suche nach Spitzenleistungen. Bei meinem ersten Arbeitgeber erhielt jeder Mitarbeiter ein Exemplar dieses Werkes, Mitte der 80er Jahre das Nonplusultra.

Thomas J. Peters, wie er sich damals noch nannte, hatte das Werk mit seinem McKinsey-Kollegen Robert Waterman 1982 geschrieben. Das Thema des Buches: Was haben erfolgreiche Unternehmen eigentlich gemeinsam?

Peters & Waterman haben sich damalige Top-Firmen unter dieser Fragestellung angeschaut. Und die Antwort auf diese interessante Frage lautet: Kundennähe, Action statt Palaver, Freiräume für Mitarbeiter, Flexibilität im Denken, unternehmerischer Geist und das Vorleben von Werten.

All das überrascht nicht, man hat

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Die SPD will sie haben. Die Gewerkschaften auch. Die Linke sowieso. Eine Vermögensabgabe. Die Vermögenssteuer für die Vermögenden.

Ein Modell sieht vor, hohe Vermögen mit einer einprozentigen Abgabe jährlich zu belasten. Schön und gut, mag da ein alter Fuhrmann denken, der schon einiges von der SPD gewöhnt ist, aber wie soll das funktionieren? Wie will man eine solche Abgabe in einer modernen und offenen Welt in der Praxis erheben?

Betriebliches Vermögen wird man wohl nicht mit einer neuen Abgabe besteuern, um nicht den Mittelstand und ausländische Investor zu verschrecken und auch beim Immobilienvermögen wird man wohl Vorsicht wal­ten lassen. Bleibt also im wesentlichen also nur das liquide Vermögen, jene Billiarden, die bei Banken und Sparkassen bekanntlich so nutzlos herumliegen.

Aber Obacht: Sobald man

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Dies ist ein Auszug aus dem Buch von Wolfgang Stock Schneefall in den Tropen:

Wer sich in den weichen Knäuel frisch gepflückter Baumwolle wälzt, wer die fröhliche Unbekümmertheit der Menschen erlebt und wer das ultramarinblaue Wasser des Pazifiks vor Augen sieht – der kommt so schnell nicht mehr los von diesem Kontinent. Wenn man mit dem Flugzeug das ach so polierte Europa hinter sich lässt, so taucht man urplötzlich ein in eine merkwürdige Welt: in eine ansteckende Ausgelassenheit des Daseins ebenso wie auch in ein durch den Überlebenskampf gezeichnetes nacktes Elend.

Der Reisende erlebt einen Kosmos von beeindruckender Schönheit und beispielloser Bedürftigkeit zugleich. Die Wirklichkeit Lateinamerikas stellt sich ihm so facettenreich dar wie seine Landschaftszonen: das kalte, karge Hochgebirge, die berauschende Schwüle im Regenwald, das erdrückende Gedröhn in den Großstädten oder der laszive Charme pittoresker Fischerdörfer.

Und auch die volkswirtschaftlichen Entwicklungsstufen erlebt dieser Halbkontinent nicht schlüssig und in historischer Abfolge, sondern zeitgleich als eine Art chaotischer Mischzustand. Verarmte Kleinbauern, feiste Industriebarone und entrückte Internet-Yuppies laufen da nebeneinander her wie drei ungleiche Rivalen, die nichts von einander wissen möchten und sich eigentlich auch nichts zu sagen haben.

Darüber hinaus lassen sich

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Wer in dieses großartige Land einreist, der muss leiden können. Denn als erstes erwartet in Person eines Zollbeamten am JFK-Airport die ruppigen Wirklichkeit.

Die Einreise in die USA gestaltet sich bisweilen, nun ja, sagen wir, etwas mühevoll. Man könnte jedoch auch den Eindruck gewinnen, dass man hier an der Grenze zunächst wie ein durchtriebener Schwerverbrecher oder als ein gerissener Drogenschmuggler gesehen wird.

Besonders wenn man am John F. Kennedy-Airport den ersten Schritt auf New Yorker Boden tut, zeigen sich Zollinspektion und Einreisebehörde schroff und barsch.

Doch man sollte wissen warum. Die Vereinigten Staaten von Amerika, dort wo

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mit Ken Colyer und seinem Bruder Bill Colyer, London, im Sommer 1976

Bei der Nennung des Namens Ken Colyer zucken viele Leute mit der Schulter. Selbst manchem Sachkenner ist dieser englische Jazzmusiker nicht bekannt. Und doch hat Ken Colyer aus Norfolk, ein Trompeter des Jahrgangs 1928, mehr Einfluss auf den europäischen Traditionsjazz als manch anderer.

Eigentlich war der bärtige Kornettist und Trompeter sogar so etwas wie der Ahnvater der europäischen Tradszene. Später bekannte Musiker haben in der Band von Ken Colyer angefangen. Chris Barber, Monty Sunshine, Acker Bilk, Sammy Rimington oder Lonnie Donegan.

Doch Ken Colyer’s Jazzmen, ebenso wie ihrem Bandleader, wurden nicht der Erfolg und die Aufmerksamkeit zuteil wie den Lehrlingen. Und wie es eigentlich auch richtig gewesen wäre. Das lag sicherlich auch an der sperrigen Musik Colyers, der sich sehr rigoros der Tradition verschrieb und Seitenblicke in Pop und Dixieland nie zuließ.

Ken Colyer’s Jazzmen spielten sehr

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Anfang der 90er Jahre, da war Baden-Württemberg wirtschaflich das führende Bundesland in Deutschland. Der Aufschwung Bayerns unter Franz Josef Strauss und Max Streibl zeigte erste Knospen, jedoch das Ländle zwischen Odenwald und Bodensee blieb in puncto Wettbewerbsfähigkeit das Maß aller Dinge in Deutschland.

Die großen Industrie-Giganten wie Daimler-Benz, Bosch oder SAP trieben den Wohlstand und auch von dem breiten Mittelstand und den vielen Hidden Champions ging eine enorme Wirtschaftskraft aus.

Im Jahr 1994 erhielt ich die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Wirtschaftswunderlandes zu schauen. Ich wurde von der Landesregierung in eine Expertengruppe des Innovationsbeirates berufen. Das Thema unserer sechsköpfigen Gruppe fokussierte sich auf die Themen Distance Learning, Teleworking, Road Traffic Management und Health & Care Networks.

Ministerpräsident Erwin Teufel hatte den Innovationsbeirat berufen, der Konzepte für die Weiterentwicklung und nachhaltige Modernisierung der Industriestruktur schaffen sollte. Die Gruppen arbeiteten autonom, wurden aber im Wirtschaftsministerium koordiniert.

Während dieser Zeit in Stuttgart lernte ich

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Arhus/Dänemark, im März 1979

Wer 1955 geboren wird und dann auch noch in dem Idyll der Provinz aufwächst, der kann schwerlich zur 68er Bewegung gehören. Da ist alleine schon die Gnade der späten Geburt vor. Als ich Mitte der 70er Jahre an die Universität komme, da ist die unruhige Zeit schon vorbei und von ein paar vereinzelten akademischen Scharmützel abgesehen, zeigt sich meine Studentengeneration ruhig und angepasst.

Trotzdem merke ich, dass diese 68er-Bewegung historisch bedeutsames geleistet hat. Da ist ja nicht nur das Aufbäumen der Studenten gegen den Muff in den Talaren, sondern auch das Einfordern der Jungen nach mehr Teilhabe, nach Öffnung und auch nach Aufrichtigkeit.

Während die Elterngeneration nach den dunklen Jahren ihre Erfüllung darin findet, die düstere Zeit zu verdrängen und aus dem physisch und moralisch zerbombten Deutschland ein Wirtschaftswunderland zu schaffen, stellt die 68er-Studentengeneration endlich die

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François Hollande, ein Jurist aus Rouen, heißt der Kandidat der Parti Socialiste für die Präsidentschaftswahl im April 2012. Zunächst ein Verlegenheitskandidat, Favorit Dominque Strauss-Kahn war aus bekannten Gründen nicht abkömmlich, stehen die Chancen von Monsieur Hollande gut, nächster Präsident der Grande Nation zu werden.

In den Umfragen jedenfalls führt er vor Amtsinhaber Nicolas Sarkozy. Mit dem Mann ist also zu rechnen. Nun hat Hollande einen Heißluftballon steigen lassen.

Er will als Präsident den Spitzensteuersatz seines Landes auf 75 Prozent anheben, für Einkommen über eine Million Euro. 75 Prozent. Kann man machen. Wäre nur 100 Prozent Blödheit. Alles Quatsch mit Soße.

Aber es wäre nicht nur eine Dummheit, es wäre fatal. Denn ein Spitzensteuersatz von 75 Prozent würde jeden unternehmerischen Ehrgeiz und damit jede wirtschaftliche Dynamik von Grund auf zerstören.

Ein Beispiel aus einem Bereich, in dem ich mich ein wenig auskenne. Ein

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