Reisen & Begegnungen

Monat: Juni 2012

Bei Facebook & Co.

Bei Facebook in Palo Alto, Kalifornien, im Oktober 2009; Photo by W. Stock

Während New York das Selbstmitleid und die Larmoyanz Europas kultiviert, herrscht in San Francisco ein intellektueller Pioniergeist, eine Aufbruchstimmung, dieses typisch hemdsärmelige Let’s do it!, das die USA so sympathisch macht.

Fällt das doch aufs Alte und auf Europa zugeneigte New York bisweilen in unreflektierte Hektik, so zeigt sich an der Westküste eine offene, der Zukunft zugewandte Kultur und auch dieser alte, sonnige Erfindergeist wird wieder wach.

An der Westküste sitzen die coolen Firmen wie Apple, Google, Oracle, im Zentrum die Stanford University, jene intellektuelle High-Tech-Schmiede des Silicon Valley und hier sitzen die Risikokapitalgeber, die so manches Start-up zu einem Millionengeschäft befördert haben.

Der pazifische Westen der USA denkt

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George Walther ist eine Type

mit George Walther und seiner Frau, Frankfurt am Main 1989; Photo by Hasso von Bülow

Was macht einen richtig guten Redner aus? Die Ingredienzien eines überzeugenden Vortrages sind allgemein bekannt: eine umfassende Sachkenntnis, die griffige Botschaft, eine dem Publikum zugeneigte Rhetorik, eine unterhaltsame Kurzweiligkeit und – wichtig, wichtig – besonders viel Leidenschaft.

All dies besitzt George Walther, und das nicht zu knapp. Der Mann von der amerikanischen Westküste ist ein witziger Redner und wunderbarer Entertainer. Ein Autor mit einem populären und ansteckenden Humor. Speaking from Experience heißt sein Motto und seine Website sprudelt nur so vor Erfahrung und Ideen.

Er ist einer der besten Redner, die ich je gesehen und gehört habe. Ein Performer, wie man ihn in den USA, aber nicht hierzulande findet. Und der Mann ist eine richtige Type: begnadeter Verkäufer, guter Autor, ein Hobbypilot mit PPL-Schein, ein Liebhaber dicker Motorräder und ein aufmerksamer Weltenbummler.

George ist kein

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Bei der alten Tante New York Times

Photo by W. Stock

New York, im Oktober 2009

Die beste Tageszeitung der Welt. In diesem luftigen und hellen Glasgebäude an der 620 Eighth Avenue in Manhattan residiert sie. Wenn in den USA der Pulitzer-Preis für herausragenden Journalismus zu vergeben ist, dann schneien die Trophäen in das NYT-Gebäude aus hellem Marmor wie bei einem Blzzard nur so herein.

In den unteren Etagen des Verlagshauses , dort wo über drei Etagen die Newsdesks der 1.200 Redakteure der New York Times stehen, herrscht allerdings eine miese Stimmung. Die Geschäfte laufen nicht wirklich gut und gerade hat der Verlag angekündigt, über 100 Schreiber vor die Tür zu setzen.

Im obersten Stockwerk, in der 28. Etage, hingegen sprüht die Kreativität. Fast in Wohnzimmer-Atmosphäre hat hier die

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