Von falschen Fuffzigern und Männern mit Bart
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Geld, man sollte es nie vergessen, ist auch nur bedrucktes Papier. Die Wertaufladung des Geldes funktioniert kurioserweise nicht nach ökonomischen Prinzipien, sondern vorwiegend nach einem subjektiven Wert: Vertrauen.

Solange psychologisch das Vertrauen vorhanden ist, dass ich für Geld im Tausch ein entsprechendes Gut erhalte, solange funktioniert das mit dem Geld. Ist das Vertrauen weg, können Sie mit Papiergeld Ihre Zigarette anzünden.

Dieses Vertrauen in das Geld kann man durch verschiedene Massnahmen kaputt machen: durch mehr und mehr Staatsschulden zum Beispiel, durch Anwerfen der Druckmaschinen, durch Kaufkraftverlust und Inflation, durch Missachtung von Leistung, und natürlich durch Männer mit Bart.

Ich vertraue deshalb nicht dem Vertrauen. Denn das Wertäquivalent zwischen Geld und Gütern ist aus dem Gleichgewicht geraten. Seit 1661 gibt es Banknoten in Europa, und da Regierungen immer die Notenpresse anwerfen konnten, haben wir heute zu viel ungedecktes Papiergeld.

Die Flutung der Märkte mit immer mehr Geld und immer neuen Schulden wird zwangsläufig zum Kollaps führen. Die Volkswirtschaftslehre schätzt, dass die heutige Geldmenge den Geldwert aller Güter um den Faktor 30 übersteigt. Zu viel Geld jagt zu wenig Güter, meinte Milton Friedman dazu.

Machen wir uns nichts vor. Am Ende der Party, wenn das Vertrauen gänzlich perdu ist, geht das Papiergeld auf seinen wahren Wert zurück. Auf null.