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Notizen und Anmerkungen von unterwegs

Kategorie: Art

Michael Jacksons Affe

Michael Jackson

München, im Mai 2013; Photo by W. Stock

Als Michael Jackson im Jahr 2009 überraschend starb, da suchten seine Fans weltweit nach Möglichkeiten, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. In München fanden sie auf einem Grünstreifen das Denkmal des niederländischen Komponisten Orlando di Lasso am Promenadeplatz, vis à vis vom Hotel Bayerischer Hof, also in ganz edler Umgebung.

Fortan legten die Fans des Musikers ihrem toten Idol Blumen unter die Statue Di Lassos, schrieben kleine Botschaften, pinnten Fotos an das dunkelgraue Denkmal. Die Stadt – liberal wie die Münchner nun sind – duldete die Zweckentfremdung des Denkmals.

Doch nun, oh Schreck, hat sich eine Gegenbewegung gebildet. Nur ein paar Meter von Di Lasso/Michael Jackson entfernt, hat der britische Künstler David Shrigley in diesen Tagen eine Parodie hochgezogen. Fast wie ein Spiegelbild wird an diesem Denkmal nicht dem Musiker gehuldigt, sondern

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Mike Meiré, von Beruf Träumer

MeireMai91

Köln, den 28. Mai 1991, Photo by Hasso von Bülow

Das beste deutsche Wirtschaftsmagazin? Nun ja, ohne anderen Kollegen weh zu tun, ich sage mal Brand Eins. Nicht zuletzt wegen der Optik. Und Kopf, Herz und Seele dieser Optik ist ein junger Mann aus Köln. Mike Meiré steht als Art Director hinter Brand Eins, ohne ihn ist der Erfolg des Magazins nicht denkbar.

Als Meiré und Meiré noch nicht die großen Stars der Design-Szene in Deutschland waren, sondern hoffnungsvolle Newcomer, saßen ein paar junge Burschen draußen im Westen von Köln.

Im fast schon ländlichen Stadtteil Königsdorf bei Frechen, umgeben von einem üppigen Forst. Wilde Ideen wurden hier Im Klosterhof ausgeheckt, in einem weitläufigen Anwesen, das im achten Jahrhundert von Benediktinern erbaut wurde.

Doch zog durch das alte Gemäuer solch frischer Geist, der schon damals großes erahnen ließ. Die Optik der frühen Jahre von Meiré und Meiré war reduziert und knallig zugleich, modern und doch irgendwie klassisch.

Eigentlich gibt es zwei Meirés. Da ist Marc, zuständig für das eher Trockene. Für die Zahlen, die Termine, das Verhandeln, die Kontakte, das Kaufmännische. Und da ist Mike, ein kreativer Tornado. Ein Wunderkind. Ziemlich jung, damals, Jahrgang 64, ziemlich nett. Von Beruf kein Designer, würde er sagen, von Beruf

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