RosaMexicano

Washington D.C., Ende Mai 2013;
Photo by W. Stock

Da muss einer nicht unbedingt nach Mexiko fliegen, um erstklassige mexikanische Küche zu entdecken. Auch in den USA haben die Einwanderer aus dem Süden die scharfen und schweren Speisen Mexikos den Gringos nahegebracht.

Ein Geheimtipp ist Rosa Mexicano, eine Kette, die zwischen New York und San Francisco, in über einem Dutzend Restaurants hochwertige mexikanische Küche zelebriert. In Washington D.C. ist Rosa Mexicano im Penn Quarter, an der 7th Street, nur einen Häuserblock südlich von Chinatown.

Die Spezialität des Hauses ist die am Tisch flink zubereitete Guacamole. Die Guacamole en Molcajete wird vom Koch vor den Augen des Gastes aus den Zutaten frisch angemacht. Die Avocado wird geteilt, in der Schüssel zerstampft, mit Tomatenstückchen, Zwiebelwürfel und würzigem Cilantro, dem mexikanischen Koriander, angereichert und dann

Read the rest of this entry

Photo by W. Stock

Photo by W. Stock

Da haben sich zwei starke Marken zusammen getan. McDonald’s und Uli Hoeness. Der flinke Bulettenbräter und der familiengeführte Nürnberger Wurstfabrikant. Das ist eine wirkliche Neuigkeit: Der uramerikanische McDonald’s und die gute alte deutsche Currywurst.

Nun, wenn ich bei meinem Besuch die Nachfrage richtig deute, gefühlt jeder zweite bestellte die McCurry Wurst, dann wird das Ding ein Riesenerfolg. Aber, die Frage aller Fragen, schmeckt die McWurst denn auch?

Machen wir die – höchst subjektive – Probe aufs Exempel. Ich bestelle McCurry mit Pommes und Cola. Scharf oder sehr scharf?, fragt die Verkäuferin. Sehr scharf, antworte ich. Und bekomme prompt ein Curry-Pülverchen, das ich dann am Tisch über die Wurst zu träufeln habe. Das Ketchup allerdings wird an der Wurst mitgeliefert.

Nun, als eingefleischter Esser, ziehe ich die Currywurst auf einem ordentlichen Teller vor, aber zur Not tut es auch die Pappschachtel. Doch siehe da: Die Wurst mundet, sie besitzt einen frischen und kräftigen Geschmack.

Die Wurst schmeckt

Read the rest of this entry

Burg im Spreewald, im November 2012; Photo by W. Stock

Von einer Entdeckung gilt es zu berichten, von einem Kleinod, das man in diesen Gefilden nicht unbedingt vermutet hätte. Das Prachtstück liegt geographisch etwas abseits, man muss aus dem grauen Berlin schon eineinhalb Stunden gen Süden fahren.

Doch wenn – oder falls – der neue Airport Berlin-Brandenburg (“Niemand hat die Absicht einen Flughafen zu bauen…”) seine Entrauchungsanlage ans Laufen bekommt, dann ist man in 45 Minuten hier. Hier, außerhalb von Burg, inmitten all des mediokren Gastgewerbes im Spreewald findet sich das Resort Zur Bleiche. Im Zeichen des Storches haben Michael und Christine Clausing über die Jahre hinweg ein unprätentiöses Juwel erschaffen.

Man kommt über eine lange verwinkelte Allee hin zu diesem Gutshof, dessen Großzügigkeit den Gast mit all seinen Sinnen

Read the rest of this entry

Viettapas

gefunden in München, im Oktober 2012; Photo by W. Stock

Weil wir ja nicht ganz dumm sind und auch schon einiges von der Welt gesehen haben, müssen wir jetzt mal kurz unsere doch verwirrten Gedanken ordnen.

Tapas, wunderbar und lecker, die gibt es in Spanien. Kleine Appetithäppchen, zum Wein, Bier oder Sherry gereicht. Häppchen für den kleinen Hunger, die man in der Kneipe oder Bodega im Stehen isst.

Schinken, Gemüse, Kartoffeln, Fleischklößchen, Oliven, Nüsse – die Auswahl ist bunt. Und Tapas nennt man sie, weil man sie zum Schutz mit einem Deckel abdeckt. Tapar, Spanisch, zudecken.

Und in Vietnam? Gibt es auch dort Tapas? Nun ja, in Vietnam eigentlich

Read the rest of this entry

Der Himmel der Bayern, München, Ende September 2012; Photo by C. Stock

Auch wenn in diesem Jahr die Mass fast 10 Euro kostet, auch wenn heuer die Zelte stets rappelvoll sind und wenn man sich des abends durch torkelnde Menschenmassen schieben muss, das Oktoberfest in München bleibt ein Renner.

Ups, wobei ein waschechter Münchner das Oktoberfest ja niemals das Oktoberfest nennen würde. Für Einheimische ist das Oktoberfest immer die Wiesn, draußen im Westend.

Schon in den Morgenstunden pilgern die Jünger und Jüngerinnen aus allen Himmelsrichtungen gen Theresienwiese, um noch einen der wenigen freien Tische in den Zelten zu ergattern. Am frühen Abend dann, wenn nicht schön längst die Zelttore geschlossen wurden, droht dann alles ins Überfüllungschaos zu gleiten.

Überhaupt die Zelte. Der Bayer geht

Read the rest of this entry

Keitum, am 23. August 2012; Photo by W. Stock

Am Vormittag eine Radtour über die Insel, von Wenningstedt nach Munkmarsch bis nach Keitum. Dort bei Hero Kind vorbei geschaut, der leider nicht zu Hause ist.

Mit dem nötigen Appetit ausgestattet, zu Fisch Fiete, dem bekannten Sylter Fischrestaurant im Weidemannweg, das uns von verschiedener Seite empfohlen wurde. Wir finden einen schönen sonnigen Platz, draußen im Strandkorb.

Freundlich frage ich die Bedienung, mit Namen Conny wie der Kassenbon später zeigen wird, was sie uns denn heute empfehlen könne. “Alles”, kommt es etwas spitz zurück. “Alles” kann ich nicht essen, sage ich. Dann müssen Sie halt auswählen, so Conny nun ziemlich zickig.

Ich wähle einen

Read the rest of this entry

Sylt, im August 2012; Photo by W. Stock

Wenn einen der Weg zur gerühmten Sansibar in den Sylter Westdünen führt, dann sei hier eine frühe Empfehlung ausgesprochen. Ein Tipp für den Vormittag, für jene Stunden, in denen dieses Kult-Restaurant dem alltäglichen Rummel noch nicht anheim gefallen ist.

Zwischen 10,30 Uhr und 12 Uhr, in den frischen und ruhigen Morgenstunden, wird dem Gast ein Sansibar-Frühstück serviert. Und diese erste Mahlzeit des Tages hat es wahrlich in sich, in Menge als auch in Güte.

Man bekommt in mehr als einem Dutzend Schälchen das beste serviert, das man sich zum Brunch nur so wünschen kann. Frischer Lachs mit Meerrettich, eine Thunfischpaste mit Orange, reichlich Rührei, Brühwürstchen und Leberkäse. Dann kalter Eiersalat, knusprige Bratkartoffeln, Tomaten mit Büffel-Mozzarella. Schließlich Obstjoghurt und ein Früchtecocktail. Plus Wurst, Käse, Konfitüre, Brot, Brötchen und Croissants.

Dazu als kulinarischer Höhepunkt die

Read the rest of this entry

Photo by J. Stock

El Arenal/Mallorca, im April 2011

Hurra! Der Schäfer Heinrich (rechts im Bild) tritt live im Oberbayern auf.

El Arenal, Schinkenstrasse, la calle de la cerveza, eine Schänke neben der nächsten. Das Paradies der Deutschen.

Der Herr links im Bild war zwei Stunden im Bierkönig. An einem Samstag. Auch schön.

 

Photo by W. Stock

Köln, im Januar 2009

Beim Päffgen. Eine Verabredung mit Frank Fischer, dem Gründer von ad.cologne im traditionsreichen Brauhaus an der Friesenstrasse zum Mittagessen.

Der Köbes bringt unaufgefordert ein frisch gezapftes Kölsch an den Tisch, so als würde es auf der ganzen weiten Welt kein anderes Getränk geben.

Als Köbes, den kölschen Jakob, bezeichnet man in der Domstadt einen  Schankkellner mit seiner typischen blauen Schürze. Einem richtig guten Köbes ist ein ziemlich ruppiger und doch herzlicher Tonfall zu eigen. Widerspruch zwecklos.

Hier in der Altstadt von Köln mag man

Read the rest of this entry

In den späten 70er Jahren lebte ich eine Zeit lang in Barcelona, studierte dort, und ich war von der Stadt überwältigt. Von der politischen Aufbruchstimmung nach Francos Tod, von der Musik, von der Literatur, von Johan Neeskens im Nou Camp, vom mediterranen Leichtsinn und nicht zuletzt von der katalanischen Küche.

Meist ging ich in eine geräumige Bar am südlichen Ende der Plaza Universitaria und aß dort zu Mittag. In die Horchateria Fillol. Eine Horchateria ist eine Cafeteria, in der auch Horchata de chufa serviert wird, das ist das eine gekühlte Erdnußmandelmilch, die einen sehr erfrischenden und würzigen Geschmack besitzt, der Vanille vergleichbar.

Das Restaurant Fillol war allerdings nicht nur Horchateria, das im Katalanischen Orxateria geschrieben wird, sondern eine volkstümliche Bar und ein beliebtes Restaurant. Man trank morgens seinen Cafe cortado, aß am Vormittag auf die Schnelle einen Bocadillo und Mittags gab es ein Tagesgericht, den plato del dia, und am Abend gönnte man sich ein paar tapas.

Das Tagesmenue bestand meist

Read the rest of this entry

, ,