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	<description>Notizen von unterwegs</description>
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		<title>Exzellenz an Stanford</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 00:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[San Francisco]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit die besten Tage meines Lebens? Zwei Wochen an der Stanford University in Kalifornien. Dort habe ich einen Sommerkurs belegt, eine Fortbildung für Manager im Medienbereich. Den Stanford Professional Publishing Course. Was ich in Stanford gesehen, gehört und erlebt habe, das hat alles in den Schatten gestellt, was ich von europäischen Unis kenne. In Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10402" class="wp-caption alignleft" style="width: 379px"><a rel="attachment wp-att-10402" href="http://stockpress.de/2012/02/03/exzellenz-an-stanford/stanford-juli-2005-lagunitas/"><img class="size-full wp-image-10402" title="Stanford Juli 2005 Lagunitas" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/01/Stanford-Juli-2005-Lagunitas.jpg" alt="" width="369" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Stanford University, Juli 2005; Photo by W. Stock</p></div>
<p>Mit die besten Tage meines Lebens? Zwei Wochen an der <em>Stanford University </em>in Kalifornien.</p>
<p>Dort habe ich einen Sommerkurs belegt, eine Fortbildung für Manager im Medienbereich. Den <em>Stanford Professional Publishing Course</em>.</p>
<p>Was ich in Stanford gesehen, gehört und erlebt habe, das hat alles in den Schatten gestellt, was ich von europäischen Unis kenne. In Deutschland habe ich schon keine schlechte Universität absolvieren dürfen. Die <em>RWTH Aachen</em> liegt in der Rangliste der Exzellenz ziemlich oben in den Top Ten hierzulande.</p>
<p>Deutsche Universitäten sind gut. Seien wir genauer. Manche sind gut, viele sind guter Durchschnitt. Besonders in der Breite. Kein Ausreißer nach oben, keiner nach unten. In  Deutschland ist von linker Seite tragischerweise immer ein Konflikt zwischen Spitzen- und Breitenbildung konstruiert worden. Künstlich geschaffen, wegen des Dogmas. Denn einen solchen Widerspruch gibt es nicht.</p>
<p>Die Eliteunis gefährden eine gute Breitenbildung nicht, im Gegenteil, sie sind eine <span id="more-10190"></span>Voraussetzung dafür. Von erstklassiger akademischer Forschung und Lehre profitiert das ganze Bildungswesen. Die Spitze, so mag man sagen, zieht die Mitte nach.</p>
<p>In den letzten Jahrzehnten blieben die deutschen Unis gefährlich unterfinanziert. Schlechte Ausstattung, zu wenig Personal, zu wenig Forschung. Da spielen wir im Vergleich zu den angelsächsischen Eliteunis lediglich die Rolle des armen Onkels.</p>
<p>Denn was beispielsweise an Stanford abgeht, das drei Klassen besser als der beste hierzulande. Millionenetats, technologisch eine Spitzenausstattung, Nobelpreisträger als Professoren, eine funktionierende Verzahnung mit der Wirtschaft.</p>
<p>So ist die Stanford Universität der Motor des Silicon Valley. Auf dem Campus zwischen Lagunita Drive und Escondido Village sind Weltfirma gegründet worden. Hewlett Packard, SUN, Yahoo, der erste Google-Server stand in einem Studentenwohnheim, unweit von meiner Studentenbude. Und das alles unter der unglaublich blauen Sonne Kaliforniens.</p>
<p>Deshalb mein Rat an junge Leute: Hört nicht auf die Kleingeister, auf die geistigen Tiefflieger und auf die Piefkes der Exzellenzverweigerung. Jene Rechthaber mit ihrer Schellackplatte, die Studiengebühren, zu dünkelhaft, die Gerechtigkeit, und überhaupt. Alles Quatsch mit Soße.</p>
<p>Kratzt die letzten Euros zusammen, pumpt Oma und Opa an, und geht nach Kalifornien. Geht nach Palo Alto zu Stanford! Es wird euer Leben prägen. Ihr seid danach nicht mehr dieselben. Du bist ein anderer. Du bist besser, Du bist reicher, Du bist kreativer. Du bist ein Riese!</p>
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		<title>Anglizismen sind cool!</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 00:08:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Anglizismus. Kein Wort bringt einen Deutschtümler so schnell auf die Palme wie dieses. Sprachpuristen und Kulturpessimisten klagen in den Talkshows und den Zeitungen ihr Leid: Die deutsche Sprache verkomme, sie falle unter die Räuber, das Deutsch werde verunstaltet, unsere Sprache werde von vielen Seiten mürbe gemacht. Hässliche Anglizismen mogeln sich in unser Deutsch, dieser respektlose [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10258" class="wp-caption alignleft" style="width: 264px"><a rel="attachment wp-att-10258" href="http://stockpress.de/2012/02/01/der-anglizismus-ist-cool/heinrichboll-2/"><img class="size-full wp-image-10258" title="HeinrichBöll" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2011/12/HeinrichBöll1.jpg" alt="" width="254" height="338" /></a><p class="wp-caption-text">gefunden auf der Buchmesse, Frankfurt am Main im Oktober 2010; Photo by W. Stock</p></div>
<p>Anglizismus. Kein Wort bringt einen Deutschtümler so schnell auf die Palme wie dieses. Sprachpuristen und Kulturpessimisten klagen in den Talkshows und den Zeitungen ihr Leid: Die deutsche Sprache verkomme, sie falle unter die Räuber, das Deutsch werde verunstaltet, unsere Sprache werde von vielen Seiten mürbe gemacht.</p>
<p>Hässliche Anglizismen mogeln sich in unser Deutsch, dieser respektlose Jugendspeak obendrein, dazu simple Comic-Sprache, die SMS-Codes und weiß er Teufel noch was. All dies verhunze unsere saubere deutsche Sprache.</p>
<p>Vom Standpunkt eines Schiller/Goethe-Deutsch mag das bisweilen so aussehen. Aber wer redet schon so, wie Thomas Mann geschrieben hat? Und: Ist das Deutsch eines Heinrich Böll auch das Deutsch unseres Alltags von heute?</p>
<p>Tatsache bleibt, dass sich die deutsche Sprache mehr und mehr differenziert. Dies ist nicht weiter schlimm, denn solches ist ein Zeichen für Kraft und Lebendigkeit. Nur wer tot ist, verändert sich nicht.</p>
<p>Denn eine Sprache entfaltet und verändert sich im Alltagsgebrauch. Dazu kommt die sprachliche Globalisierung. Durch sie öffnet sich die deutsche Sprache anderen Sprachen. Welche Anglizismen sich dann <span id="more-9274"></span>hierzulande durchsetzen, das entscheidet allein der sprachliche Wettbewerb und nicht der <a href="http://www.vds-ev.de/">Verein Deutsche Sprache e.V.</a>.</p>
<p>Es erfolgt eine Abstimmung durch den Nutzer. Sinn von Sprache ist die klare Kommunikation. Wenn die Deutschen mehrheitlich der Meinung sind, mit Laptop werde ein Gegenstand klarer beschrieben als mit Klapprechner, dann wird sich der Laptop im Sprachgebrauch durchsetzen. So wie der Computer, das Meeting oder der Popstar.</p>
<p>Und diese Teilnahme am sprachlichen Wettbewerb ist auch ein Ausweis der Stärke und der Fruchtbarkeit unserer deutschen Sprache. Ebenso wie die sprachliche Nähe zu den jungen Menschen, zum Alltag mit seinen Neuerungen und seiner Fortentwicklung. Das Deutsch lebt, wenn es Anglizismen, Szene-Sprachen, regionale Färbungen oder Fachsprachen integriert.</p>
<p>In Bezug auf die Alltagssprache verhält es sich insofern genau umgekehrt wie uns die kauzigen Gralshüter des Reinen, Wahren und Schönen weismachen wollen. Anglizismen, ausländische Versatzstücke, Jugendsprache, Umgangssprache sind geradezu ein Ausweis von Vitalität und Lebendigkeit einer Sprache.</p>
<p>Lassen wir uns deshalb nicht kirre machen: Die deutsche Sprache kränkelt nicht, die deutsche Sprache ist putzmunter. Bei ihren Kritikern bin ich mir da nicht so sicher.</p>
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		<title>José José, Mexikos Schnulzenkönig, fällt vom Thron</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 00:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jazz & andere Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich Anfang der 80er Jahre in Mexico City lebte, schleppte mich eine kleine Mexikanerin, in die ich mich ein wenig verguckt hatte, zu einem Popkonzert. Es war ein Dinner-Konzert in einem alten Theatergebäude nahe der Avenida General Prim und der Calle Versalles. Ein bekannter mexikanischer Pop-Sänger mit süßlichem Flair war angesagt. Wir saßen oben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich Anfang der 80er Jahre in Mexico City lebte, schleppte mich eine kleine Mexikanerin, in die ich mich ein wenig verguckt hatte, zu einem Popkonzert. Es war ein Dinner-Konzert in einem alten Theatergebäude nahe der Avenida General Prim und der Calle Versalles. Ein bekannter mexikanischer Pop-Sänger mit süßlichem Flair war angesagt.</p>
<p>Wir saßen oben auf Mezzanin an einem kleinen Tisch, erhielten ein einfaches Drei-Gänge-Menue serviert, während unter auf der großen Bühne die Show ablief. José José, so der Name des Sängers, war zu jener Zeit ein Star in seinem Lande, er saß unangefochten auf Mexikos Schnulzenthron.</p>
<p><em>El Príncipe de la Canción</em>, er sei der Prinz des Schlagerliedes, so umgab ihn die Fama, weil er wie kein anderer musikalischer Kitscheur jener Jahre solch Herzzerreißendes von Liebeslust und Liebesschmerz mit samtiger Stimme zu schmettern vermochte.</p>
<iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/-HaOcxsfMno" frameborder="0" type="text/html"></iframe><div style="text-align:right;"><a style="color:#aaa;font-size:9px" href="http://www.clickonf5.org/" title="IFRAME Embed for Youtube Free WordPress Plugin" target="_blank">IFRAME Embed for Youtube</a></div>
<p>Auch meinem Ohr blieb dieser Sänger nicht unangenehm. Hier sang zwar das Idol der mexikanischen Girlie-Generation, doch das Pathos bewegte sich in erträglichem Rahmen. José José besaß eine sonore, sehr seidige Stimme, die er bei seinen Balladen immer in dramatische Höhen zu hieven vermochte. Zudem hatte er immer ein gutes Orchester mit einem vollen Sound hinter sich.</p>
<p>Doch was ich an jenem Abend auf der Bühne sah, glich einem musikalischen und menschlichen Tiefpunkt. Der große José José schien <span id="more-10179"></span>betrunken, torkelte auf der Bühne von links nach rechts, fand den Beistand eines Helfers, der aus der Kulisse heran gelaufen kam, um ihn zu stützen, damit er überhaupt noch auf den Beinen gehalten werden konnte.</p>
<p>An jenem Abend im Delirium traf José José die Töne nicht, was auch sein Orchester mit um so bombastischer Intonation nicht zu überspielen vermochte. Der Sänger vergaß den Text, lallte mehr als er sang und torkelte mehr als er schritt. Das Ganze blieb ein Bild des Jammers.</p>
<p>Nun sehe ich per Zufall 30 Jahre später auf Youtube, dass sich der Niedergang dieses Sängers im Laufe der Jahre weiter fortgesetzt hat. In seiner Biografie schreibt José José in aller Offenheit darüber: exzessiver Alkohol, Drogen, Medikamente, wenig wird ausgelassen. Dazu persönliche Schicksalsschläge. Die Stimme, sein Kapital wird brüchig, er trinkt noch mehr. Irgendwann ist die Stimme dann ganz weg.</p>
<p>José José, nun ein alter Mann, gibt es immer noch. Auf Youtube sind Videos aktueller Auftritte zu sehen. Seine Stimme kann nur noch krächzen, heiser und kehlig knarzen, sie kriegt keinen Melodiebogen mehr hin.</p>
<p>Jedoch mag ich diesen Mann in anderer Erinnerung behalten. Als den jungen pudergezuckerten José José der guten Jahre, vor den Drogen und vor dem Absturz. Als Mexikos Schnulzenkönig auf seinem Thron.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bezahlt wird nicht in der DDR</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 00:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ruf dieses Theaters hallt wie Donner. Das Theater am Schiffbauerdamm. Ost-Berlin. Das Berliner Ensemble. Das Haus von Bertolt Brecht. Wir schreiben das Jahr 1982. Die Wiedervereinigung liegt noch in weiter Ferne. Noch regiert hier die SED, in einem Staat, der sich DDR nennt und sich für das bessere Deutschland hält, obwohl er an den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10341" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a rel="attachment wp-att-10341" href="http://stockpress.de/2012/01/27/bezahlt-wird-nicht-in-der-ddr/ddr4/"><img class="size-medium wp-image-10341" title="ddr4" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2011/12/ddr4-360x237.jpg" alt="" width="288" height="190" /></a><p class="wp-caption-text">Ost-Berlin, den 18. Juni 1982</p></div>
<p>Der Ruf dieses Theaters hallt wie Donner. Das Theater am Schiffbauerdamm. Ost-Berlin. Das Berliner Ensemble. Das Haus von Bertolt Brecht. Wir schreiben das Jahr 1982.</p>
<p>Die Wiedervereinigung liegt noch in weiter Ferne. Noch regiert hier die SED, in einem Staat, der sich DDR nennt und sich für das bessere Deutschland hält, obwohl er an den Grenzen die Menschen tot schießt wie Karnickel.</p>
<p>Doch man hält die Fahne der Kultur hoch. Der richtigen Kultur. Ein Hauch der Literaturgeschichte weht durch den klassizistischen Bau, man wähnt sich nahe an der klassischen Moderne, hier wirkte Bert Brecht, der Augsburger, und viele reden sich ein, hier sei er noch immer.</p>
<p>Doch heute Abend wird nicht Brechts episches Theater gegeben, sondern Dario Fo: <em>Bezahlt wird nicht!</em> Für 2,05 Ost-Markt. Das Theater kommt adrett renoviert daher und strahlt im Glanze, wie sonst eigentlich in diesem Land wenig strahlt und glänzt.</p>
<p>Dario Fo, das ist eine italienischer Theater-Anarchist, kein Mann für zarte Zwischentöne, sondern für’s Grobe. Eigentlich keine <span id="more-9264"></span>große Bühne, vielmehr Straßentheater und Agitationsklamauk, eine Art sozialistische <em>Commedia dell’arte</em>. Meist ist es albern, manchmal lustig und überraschenderweise gab es dafür 1997 den Literatur-Nobelpreis.</p>
<p><em>Bezahlt wird nicht!</em> handelt von der Auseinandersetzung im Italien in den 70er Jahre, von Plünderungen der Supermärkte, von der Frage, welche Verantwortung Eigentum zukommt, was eigentlich sozialistische Moral meint.</p>
<p>Bei diesem Gastspiel am Schiffbauerdamm bliebt eines bemerkenswert: Man konnte leicht merken, wo im Parkett Deutsche-Ost und wo Deutsche-West saßen. Denn Deutsch-Ost lachten an Stellen, wo Deutsche-West keine Miene verzogen. Und umgekehrt.</p>
<p>Machten Dario Fo und Franca Rame ihre Späße über Staat, Behörden und Institutionen, dann war das Lachen aus Ostkehlen besonders laut. Wurde über das Thema Mann-Frau, Emanzipation oder Erziehung gewitzelt, blieben die Ostdeutschen stumm und die Westdeutschen lachten aus vollem Herzen.</p>
<p>Den Ost-Genossen war gelungen, Deutschland auch humorig zu trennen. Die Mauer stand auch in den Köpfen, auch das hatte die DDR geschafft. Hier, an diesem Theater, in Bert Brechts Ehrfurcht einflössendem Haus, wurde mir vom Augen geführt, was jahrelange Gehirnwäsche aus denkenden Menschen machen konnte.</p>
<p>Ja, so ist das, wenn Affen den Zoo regieren, würde Dario Fo anmerken, der Anarchist, der hier in der Unfreiheit der DDR nicht eine Minute glücklich gewesen wäre.</p>
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		<title>Der Tian&#8217;anmen-Platz ist rot</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 00:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[China]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur 10 Minuten von unserem Hotel entfernt liegt der Tian&#8217;anmen-Platz. Wenn man auf dem Platz des Himmlischen Friedens promeniert, dann vermag man einiges über China erspüren. Dieses Land ist so groß und so riesig wie auch dieser Platz, der wohl größte der Welt in einer Metropole. Erst mit mehr als einer Million Menschen ist dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10330" class="wp-caption alignleft" style="width: 370px"><a rel="attachment wp-att-10330" href="http://stockpress.de/2012/01/25/der-tiananmen-platz-ist-rot/tia2011/"><img class="size-medium wp-image-10330" title="Tia2011" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2011/12/Tia2011-360x270.jpg" alt="" width="360" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Peking, im November 2011; Photo by W. Stock</p></div>
<p>Nur 10 Minuten von unserem Hotel entfernt liegt der Tian&#8217;anmen-Platz. Wenn man auf dem <em>Platz des Himmlischen Friedens</em> promeniert,  dann vermag man einiges über China erspüren.</p>
<p>Dieses Land ist so groß und  so riesig wie auch dieser Platz, der wohl größte der Welt in einer  Metropole. Erst mit mehr als einer Million Menschen ist dieser Platz  voll gefüllt. Und über dem gewaltigen Platz ruht der gütige Blick des großen  Vorsitzenden Mao Zedongs. Wir befinden uns im Herzen Chinas.</p>
<p>Dennoch scheint mir dies jedoch kein Ort für’s Wohlgefühl. Irgendwie erdrückt  dieser Platz durch sein Ausmaß und seine Imposanz. Diese riesige Fläche, im Norden das <em>Tor  des Himmlischen Friedens</em>, dann die <em>Grosse Halle des Volkes</em> und in der Mitte das langgestreckte rötliche Mausoleum mit dem  mumifizierten Vorsitzenden Mao. Stalinistische Architektur und  kommunistischer Devotionalienkult, ein Ort, merkwürdig, widersprüchlich  und wohl auch einschüchternd.</p>
<p>Der Besucher, der Augen und Ohren aufsperrt, merkt schnell, hier befindet er sich an einem heiklen Ort. Viel <span id="more-8122"></span>Militär, einige Milizionäre, Polizei, unter all den tausenden Touristen, die täglich ihren Weg hierhin finden. Denn der Platz steht nicht nur für die Größe Chinas, sondern auch für seine Zerrissenheit.</p>
<p>In der Nacht vom 3. auf den 4. Juni 1989 sind auf diesem Platz  hunderte Studenten massakriert worden. Sie haben friedfertig  protestiert. Für mehr Freiheit, für Demokratie, gegen das  kommunistische Alleinvertretungsdogma.</p>
<p>Der Generalsekretär der sowjetischen kommunistischen Partei, Michail Gorbatschow, hatte gerade seinen Besuch in China beendet und  mit seiner Person und seinem Besuch waren so viele Hoffnungen verknüpft  worden. Das Land möge sich der Freiheit öffnen, möge eine unzensierte  Presse zulassen, möge den offenen Diskurs zulassen.</p>
<p>Die Studenten träumten von neuer Freiheit. Doch die kommunistische Führung ließ die Panzer rollen. In dieser  Juni-Nacht vor 23 Jahren war der Tian&#8217;anmen-Platz in Blut getaucht. Das  Militär schoß ohne Rücksicht und Skrupel. Das Rote Kreuz schätzte 2.600  Tote. Keiner kennt die genaue Zahl. Das zarte Pflänzchen der Freiheit verblich auf diesem Platz und in  dieser Nacht. Bis heute.</p>
<p>Es ist für den Besucher auffallend, dass der wirtschaftliche Fortschritt nicht einher geht mit mehr Freiheit. Der Besucher merkt es nicht am Großen, sondern am Kleinen, an den selbstverständlichen Annehmlichkeiten, die er aus seinem westlichen Alltag kennt. Facebook, Twitter oder Youtube sind hier verboten, nicht aber <em>Burger King</em> oder <em>Starbucks</em>.</p>
<p>Man erlaubt den Menschen die Freiheit des Konsums, was schön ist, aber nicht die Freiheit des Geistes. Die sozialen Medien und der freie Zugang zum Internet könnten dem Regime gefährlich werden. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
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		<title>Dietrich Oppenberg sichert die Presseversorgung</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 00:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Unabhängigkeit des Journalismus ist ein hohes Gut. Und wenn man es mit der Unabhängigkeit des Journalismus ernst nimmt, dann setzt dies in vielen Fällen auch materielle Unabhängigkeit voraus. Ich habe in meiner Zeit in Lateinamerika einfach zu viele Artikel der Firma Lob &#38; Hudl gelesen, zu viele gekaufte Journalisten und zu viele Zeitungen gesehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10316" class="wp-caption alignleft" style="width: 274px"><a rel="attachment wp-att-10316" href="http://stockpress.de/2012/01/23/dietrich-oppenberg-sichert-die-presseversorgung/oppenberg-genscher-stockmai91/"><img class="size-medium wp-image-10316" title="Oppenberg Genscher StockMai91" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2011/12/Oppenberg-Genscher-StockMai91-325x360.jpg" alt="" width="264" height="292" /></a><p class="wp-caption-text">Dietrich Oppenberg (re.), Düsseldorf im Mai 1991; Photo by Hasso von Bülow</p></div>
<p>Die Unabhängigkeit des Journalismus ist ein hohes Gut. Und wenn man es mit der Unabhängigkeit des Journalismus ernst nimmt, dann setzt dies in vielen Fällen auch materielle Unabhängigkeit voraus. Ich habe in meiner Zeit in Lateinamerika einfach zu viele Artikel der Firma Lob &amp; Hudl gelesen, zu viele gekaufte Journalisten und zu viele Zeitungen gesehen, die am Tropf des Staates hingen.</p>
<p>Der Journalismus sollte raus aus der Hungerlohn-Ecke, aus dem kargen Künstlerdasein, er sollte sich zu einem mündigen Berufsbild mit Qualität und Selbstwertgefühl wandeln. Das mag die Vision von Dietrich Oppenberg gewesen sein, die ihn antrieb, das <a href="http://www.presse-versorgung.de/">Versorgungswerk der Presse</a> ein halbes Jahrhundert zu seiner Lebensaufgabe zu machen.</p>
<p>Die Presseversorgung, die in Deutschland die private Altersvorsorge für Medienleute bündelt, war für den überzeugten Sozialdemokraten eine Institution, in der sich Verleger und Gewerkschaften in beiderseitigem Interesse treffen sollten.</p>
<p>Denn Journalisten und Verleger lag daran, <span id="more-9244"></span>Produkte von hoher Qualität anzubieten. Und dies setzt auf beiden Seiten eine gewisse Auskömmlichkeit und Unabhängigkeit voraus. Dies ist ein Thema, das beide Tarifparteien eint. Nebenbei bemerkt, ebenso wie die Weiterbildung.</p>
<p>Ansätze einer berufsständischen Versorgung von Journalisten gab es schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Die 1949 gegründete Presseversorgung hat sich mit den Jahren zu einem Giganten im Versicherungsmarkt entwickelt. Ihre Kapitalanlagen belaufen sich auf über 5 Milliarden Euro, 160.000 Verträge werden geführt. Auch wenn mit Großen der Branche wie Allianz, HDI und AXA zusammen gearbeitet wird, so profitieren die Versicherten bei der schlank aufgestellten Presseversorgung doch von niedrigen Verwaltungskosten und hohen Erträgen.</p>
<p>Dietrich Oppenberg, dieser bisweilen starrköpfige Verleger der <em>Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung,</em> war zeitlebens ein glühender Verfechter der Mündigkeit von Medientätigen. Gut 50 Jahre hat er in Führungsposition die Presseversorgung gegen allerlei Einvernahme &#8211; politischer, wirtschaftlicher oder tariflicher Natur &#8211; abgesichert. Die Medienbranche wird ihm dafür immer Dank zollen müssen.</p>
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		<title>Humphrey Bogart erkennt B. Traven</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 00:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[B. Traven]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>

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		<description><![CDATA[John Huston will 1947 B. Travens Roman Der Schatz der Sierra Madre verfilmen. Der 41-Jährige John, der sechs Jahre zuvor mit seinem Debütfilm Der Malteser Falken Aufsehen erregt hat, ist vernarrt in die Story um drei mittellose Goldsucher, die das gelbe Metall in den Wahn und Untergang treibt. Ich weiß, zu welchen Taten Menschen fähig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>John Huston will 1947 B. Travens Roman <em>Der Schatz der Sierra Madre </em>verfilmen. Der 41-Jährige John, der sechs Jahre zuvor mit seinem Debütfilm <em>Der Malteser Falken </em>Aufsehen erregt hat, ist vernarrt in die Story um drei mittellose Goldsucher, die das gelbe Metall in den Wahn und Untergang treibt.</p>
<p><em>Ich weiß, zu welchen Taten Menschen fähig sind, wenn Gold ins Spiel kommt</em>, wird Howard, einer der Goldsucher sagen. Walter Huston, Johns Vater, verkörpert den alten Goldsucher Howard, Humphrey Bogart den Dobbs und Tim Holt den Curtin. Auch John Huston tritt in einer winzigen Rolle in dem Film auf, als er sich von dem mittellosen Humphrey Bogart anbetteln lässt.</p>
<iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/8HZU2cShtrA" frameborder="0" type="text/html"></iframe><div style="text-align:right;"><a style="color:#aaa;font-size:9px" href="http://www.clickonf5.org/" title="IFRAME Embed for Youtube Free WordPress Plugin" target="_blank">IFRAME Embed for Youtube</a></div>
<p>John Huston freut sich auf das Filmprojekt: Endlich wird sich die Gelegenheit ergeben, jenen mysteriösen Autor B. Traven zu Gesicht zu bekommen. Der junge Regisseur schickt sein Drehbuch an Travens Agentin mit der Bitte um Weiterleitung.</p>
<p>Und tatsächlich meldet sich B. Traven bei dem Regisseur und beide vereinbaren für Ende 1946 ein Treffen im <em>Hotel Bamer</em> an der Alameda in Mexiko City. John Huston platzt voller Neugier, den geheimnisvollen Señor Traven zu treffen.</p>
<p>Der hochgewachsene John Huston findet sich zur vereinbarten Zeit im <em>Bamer</em> ein, doch Traven kommt nicht. Statt seiner erscheint ein dünner, vielleicht 1 Meter 65 kleiner, altväterlich aussehender Mann, der Huston eine Visitenkarte in die Hand drückt: <em>Hal Croves, Übersetzer, Acapulco und San Antonio</em>. Des weiteren zückt der Übersetzer einen Brief Travens, der Hal Croves als seinen Agenten für das Filmprojekt bevollmächtigt.</p>
<p>Huston ist mächtig verärgert, Traven nicht leibhaftig vor sich zu haben. Dabei hatte er einen verlockenden Köder auslegen lassen. Vertraglich hatte er die Filmfirma angewiesen, Traven für jede Drehwoche 1.000 Dollar als Berater vor Ort zu zahlen. Huston nimmt widerwillig den komischen Vogel Croves als technischen Berater mit zu den Dreharbeiten nach Tampico und nach Jungapeo in die Berge Michoacans. Huston zahlt Hal Croves 150 Dollar die Woche.</p>
<p>Während der Dreharbeiten von April bis Juni 1947 versucht Huston ein zweites Treffen mit Traven einzufädeln. Dieses Mal in Acapulco, das er nach Croves Andeutungen, als Travens Aufenthaltsort vermutet. Doch John Huston wird ein zweites Mal enttäuscht. Der Schriftsteller erscheint nicht.</p>
<p>Der Film wird ein Riesenerfolg. John Huston gewinnt einen Oscar für seine Regiearbeit, Walter Huston einen für die beste Nebenrolle. Verständlich, dass <em>Warner Bros.</em>versucht, für Werbezwecke den Autor B. Traven ausfindig zu machen. Vergebens. Auch jener Hal Croves ist nach Beendigung des Films wie vom Erdboden verschluckt.</p>
<p>Als ein amerikanischer Journalist später Humphrey Bogart Traven-Fotos aus den späten 20er und den 30er Jahren zeigt, da erkennt <em>Bogey</em> die Person auf den Fotos sofort: Es ist Hal Croves.</p>
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		<title>GAP is great!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 00:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern war ein herrlicher Tag. Er war kalt, sehr kalt sogar, aber eine kräftige Sonne schien in den Bergen. Das ideale Wetter für&#8217;s Skifahren. Und an einem solchen Montag, wo andere arbeiten oder zur Schule gehen, hat man die Piste fast für sich. Garmisch ist großartig. 40 Kilometer zusammen hängende Piste im Classic Bereich unterhalb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-10535" href="http://stockpress.de/2012/01/17/gap-is-great/gap2012-360x226/"><img class="size-full wp-image-10535 alignleft" title="GAP2012-360x226" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/01/GAP2012-360x2261.jpg" alt="" width="181" height="288" /></a>Gestern war ein herrlicher Tag. Er war kalt, sehr kalt sogar, aber eine kräftige Sonne schien in den Bergen. Das ideale Wetter für&#8217;s Skifahren. Und an einem solchen Montag, wo andere arbeiten oder zur Schule gehen, hat man die Piste fast für sich.</p>
<p>Garmisch ist großartig. 40 Kilometer zusammen hängende Piste im Classic Bereich unterhalb der Zugspitze. Ich bin früh morgens die Hausbergbahn rauf, dann zum Kreuzeck, die mittlere Kandahar runter, mit dem neuen Kandahar-Express wieder rauf zum Kreuzeck, von dort zur Alpspitz und dann zum Osterfelderkopf auf über 2.000 Meter.</p>
<p>Und zu guter letzt von ganz oben die lange Abfahrt auf fast leeren Pisten bis hinab ins Tal. Ein Erlebnis. Großartig!</p>
<p>Schade, dass viele nicht begreifen, welch ein Juwel man da mit Garmisch besitzt. Denn man könnte diesen Edelstein noch ein wenig polieren. Die Infrastruktur lässt immer noch zu wünschen übrig, die großen und kleinen Events verkauft man unter Wert.</p>
<p>Wenn Olympische Spiele in Aussicht gestellt werden, ziehen <span id="more-10528"></span>viele Einheimische die Mundwinkel nach unten. Schade, dass die Ewiggestrigen das Tempo des Fortschritts so verlangsamen. Nun höre ich auf B5 auch, dass die dritte Startbahn am München Flughafen auf sich warten lassen wird.</p>
<p>Wenn es nach manchen geht, würden wir wohl noch in Höhlen hausen und mit Pfeil und Bogen nach Nahrung jagen. Es bleibt ein Jammer, dass Chancen nicht ergriffen und Möglichkeiten nicht ausgeschöpft werden in diesem Land.</p>
<p>Doch lassen wir uns das schöne Bayern genießen. Es ist ein Paradies, besonders für Skifahrer. Da braucht&#8217;s keine Rockies, kein Aspen, kein Whistler. Ich brauche in keinen Flieger zu steigen. In 5o Minuten bin ich in Garmisch. Bayerische Alpen. GAP is great!</p>
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		<title>Ernest Hemingway und das Moleskine</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 00:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernest Hemingway]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Notizbuch ist Kult. Das Büchlein der Intellektuellen und Künstler. Paris in der Westentasche. In das kleine schwarze Lederbüchlein haben Bruce Chatwin, Pablo Picasso und auch Ernest Hemingway geschrieben. Das ist die Erhebung in den Adelsstand für ein stinknormales Notizbüchlein. Was steckt hinter dem Erfolg des Moleskine? Die Ausstattung zeigt sich trotz kleinem Preis liebevoll: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-8736" href="http://stockpress.de/2012/01/16/ernest-hemingway-und-das-moleskine/moleskine/"><img class="alignleft size-medium wp-image-8736" title="Moleskine" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2011/08/Moleskine-360x206.jpg" alt="" width="360" height="206" /></a>Dieses Notizbuch ist Kult. Das Büchlein der Intellektuellen und Künstler. Paris in der Westentasche.</p>
<p>In das kleine schwarze Lederbüchlein haben Bruce Chatwin, Pablo Picasso und auch Ernest Hemingway geschrieben. Das ist die Erhebung in den Adelsstand für ein stinknormales Notizbüchlein.</p>
<p>Was steckt hinter dem Erfolg des Moleskine? Die Ausstattung zeigt sich trotz kleinem Preis liebevoll: liniertes Papier, Lesebändchen, kräftiger Kartonumschlag, eine Falttasche am Ende, Fadenheftung und ein Gummiband zum Schließen.</p>
<p>Der Moleskine ist eine Erfolgsgeschichte. In seinem Buch <em>Traumpfade</em> beschreibt Bruce Chatwin 1986, er würde in kleinen <span id="more-8735"></span>Pariser Schreibwarenläden moleskine schwarze Notizhefte kaufen, wobei<em> moleskine</em> im Französischen ein <em>Kunstleder</em> meint.</p>
<p>Jedoch der letzte Hersteller, ein kleines Familienunternehmen in Tours, habe nach dem Tod des Besitzers seine Produktion eingestellt. <em>Le vrai Moleskine n’est plus </em>sagt der Schreibwarenhändler aus der <em>Rue de l&#8217;Ancienne-Comédie</em> traurig zu Bruce Chatwin gewandt.</p>
<p>Eine italienische Designerin macht sich ein Jahrzehnt später in Paris auf die Suche nach dem Moleskine, findet aber keine. Auf ihre Anregung stellt 1997 der kleine Mailänder Verlag <em>Modo &amp; Modo</em> 5.000 Büchlein zur Probe her und sie werden ein Verkaufsschlager. Heute verkaufen sich Millionen.</p>
<p>Die Frage aller Fragen: Hat Hemingway wirklich ein Moleskine genutzt? Die berühmten Fotos zeigen es nicht. Auf dem einen, nach der Jagd in Afrika, schreibt er am Holztisch versunken in einen DIN-A4 großen Block.</p>
<p>Da es die Marke Moleskine eigentlich erst seit 1997 gibt, sind die Geschichten mit Hemingway und den anderen ein hübscher Marken-Gag. Der Meister aller Klassen notiert in kein Moleskine, wohl aber in ein ähnliches Notizbuch. Hemingway schreibt: <em>You belong to me and all Paris belongs to me and I belong to this notebook and this pencil.</em></p>
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		<title>Roland Berger ist der Netzwerker Deutschlands</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 00:34:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Zunft der deutschen Unternehmensberater unter ihresgleichen einen König oder Kaiser zu wählen hätte, die Wahl wäre von vornherein gelaufen. Die allermeisten Stimmen würde, kein Zweifel, Roland Berger aus München erhalten. Denn Roland Berger ist nicht nur der bekannteste Berater Deutschlands, er ist zudem der Pionier der Branche in diesem Land. Doch Roland Berger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10247" class="wp-caption alignleft" style="width: 370px"><a rel="attachment wp-att-10247" href="http://stockpress.de/2012/01/13/roland-berger-ist-der-netzwerker-deutschlands/bergerjuni90/"><img class="size-medium wp-image-10247" title="bergerjuni90" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2011/12/bergerjuni90-360x185.jpg" alt="" width="360" height="185" /></a><p class="wp-caption-text">Köln, den 13. Juni 1990; Photo by Hasso von Bülow</p></div>
<p>Wenn die Zunft der deutschen Unternehmensberater unter ihresgleichen einen König oder Kaiser zu wählen hätte, die Wahl wäre von vornherein gelaufen. Die allermeisten Stimmen würde, kein Zweifel, Roland Berger aus München erhalten.</p>
<p>Denn Roland Berger ist nicht nur der bekannteste Berater Deutschlands, er ist zudem der Pionier der Branche in diesem Land. Doch Roland Berger ist mehr als ein Unternehmensberater. Er ist  der oberste Netzwerker Deutschlands.</p>
<p>Sein Adressbuch ist dick. Keiner kennt die Wirtschaft dieses Landes  so gut wie er, und die Wirtschaft kennt ihn. Roland Berger weiß, wer an den Schalthebeln der Macht sitzt, er hält Kontakt zu allen Akteuren der Großfirmen bis hinein in den  breiten Mittelstand. <em>Kennt jeden, weiß alles.</em> Dieser Ruf geht ihm  voraus.</p>
<p>Alle Kanzler der letzten Jahre mühten sich <span id="more-8118"></span>um sein Ohr und suchten seinen Rat. Helmut Kohl,  Gerhard Schröder, Angela Merkel &#8211; über die Parteigrenzen hinweg baten sie den  Consultant oft um Hilfe. Gerade wenn es heikel wurde oder wenn der Blick  strategisch in die Zukunft gerichtet war, dann vergewisserte man sich seiner  Unterstützung.</p>
<p>Sein erstes Geld, damals noch als Student der  Betriebswirtschaftslehre, hat Berger mit dem Aufbau eines Waschsalons  in München verdient. Später hat er diesen dann für gutes Geld verkauft. Er kann  also auch “Unternehmer”, nicht nur Berater.</p>
<p>Der gebürtige Berliner hat dann, noch in jungen Jahren, seine gleichnamige  Unternehmensberatung in München gegründet. Der Diplom-Kaufmann  fokussierte seine Consulting-Firma auf Mergers &amp; Acquisitions sowie auf Strategieberatung. Rasch erlangten er und seine Berater Anerkennung und Ruhm, nicht nur hierzulande.</p>
<p>Im persönlichen Umgang ist Roland Berger, vom Jahrgang 1937, aufmerksam,  auf gesunde Art und Weise neugierig und &#8211; soweit man dies in seiner  Position sein kann &#8211; erfrischend uneitel. Nach seiner aktiven Berufszeit engagiert er sich in seiner <a href="http://www.rolandberger-stiftung.org/">Roland Berger  Stiftung</a>, die sozial benachteiligten Jugendlichen hilft. Er habe  viel erhalten von der Gesellschaft und wolle nun etwas zurückgeben.</p>
<p>Vor einigen Jahren hat er sein Unternehmen in jüngere Hände gegeben. Seither klafft eine Lücke &#8211; nicht nur in seiner Firma, auch im ganzen Lande.</p>
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