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	<description>Notizen von unterwegs</description>
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		<title>München freut sich auf das Finale der Champions League</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 00:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fussball]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer in diesen schönen Frühlingstagen durch das schöne München bummelt, der wird von einem Thema sprichwörtlich überrollt. Keiner kommt an diesem Thema vorbei, ob klein oder groß, ob Männlein oder Weiblein, alle sind wie elektrisiert. Überdimensionale Bälle am Stachus, die Fassaden der Häuser in rot und weiß geschmückt, in der Kaufinger Strasse, vor dem Modehaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11659" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a href="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/05/CLMunich.jpg"><img class="size-medium wp-image-11659 " title="CLMunich" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/05/CLMunich-360x270.jpg" alt="" width="288" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">München, den 17. Mai 2012; Photo by W. Stock</p></div>
<p>Wer in diesen schönen Frühlingstagen durch das schöne München bummelt, der wird von einem Thema sprichwörtlich überrollt. Keiner kommt an diesem Thema vorbei, ob klein oder groß, ob Männlein oder Weiblein, alle sind wie elektrisiert.</p>
<p>Überdimensionale Bälle am Stachus, die Fassaden der Häuser in rot und weiß geschmückt, in der Kaufinger Strasse, vor dem Modehaus Hirmer, werden Eiskugeln, in rot, weiß oder blau, kostenlos verteilt, riesige Plakatwände mit den Kickern prangen an unzähligen Ecken. Und vor dem <em>Bayerischen Hof</em> und anderen Fünf-Sterne-Hotels der Stadt steht die automobile Flotte der UEFA-Funktionäre, alles blaue Autos der Marke <em>Ford</em> mit dem hübschen Enblem der <em>Champions League</em>.</p>
<div id="attachment_11660" class="wp-caption alignright" style="width: 298px"><a href="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/05/CLFinale-Munich.jpg"><img class="size-medium wp-image-11660 " title="CLFinale Munich" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/05/CLFinale-Munich-360x270.jpg" alt="" width="288" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">München, den 17. Mai 2012; Photo by W. Stock</p></div>
<p>Der überschwappende Taumel und dieser massenhafte Rausch um den runden Ball lassen Griechenland, die Schuldenkrise, die steigenden Mieten und all den anderen Mist für ein paar Tage vergessen und zweitrangig erscheinen.</p>
<p>Zumal diese ungekünstelte und ehrlich empfundene Tollheit auf ein großes ausgelassenes Fest hindeutet: Hier in München, in dem Kolosseum, das die Neuzeit <em>Allianz Arena</em> nennt, just an diesem Samstagabend, wird das Finale der <em>Champions League</em> ausgespielt. Mindestens 90 Minuten, vielleicht auch mehr, die über den Status als beste Vereinsmannschaft Europas entscheiden werden.</p>
<p>Der FC Chelsea oder der FC Bayern München. Am Samstag, in den späten Abendstunden werden wir alle wissen, wem Europas Fussball-Krone <span id="more-11658"></span>gebührt. Bleibt sie in München oder geht sie nach London? Auch an dieser Stelle wird dazu einiges nachzulesen sein.</p>
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		<title>John und Doris Naisbitt: Innovation in China</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 00:24:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Denker]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich liebe erste Sätze. Oder anders, der erste Satz muss sitzen. Er gibt Aufschluss darüber, ob ein Buch gelungen ist oder eben nicht. Der erste Satz dient als Eingangspforte ins Thema. Er ist der erste Eindruck, für den es keine zweite Chance gibt. There is no place in the world that is more dynamic than [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-11611" href="http://stockpress.de/2012/05/16/john-und-doris-naisbitt-innovation-in-china/naisbitt-innovation-in-china/"><img class="alignleft size-full wp-image-11611" title="Naisbitt Innovation in China" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/05/Naisbitt-Innovation-in-China.jpg" alt="" width="218" height="300" /></a>Ich liebe erste Sätze. Oder anders, der erste Satz muss sitzen. Er gibt Aufschluss darüber, ob ein Buch gelungen ist oder eben nicht. Der erste Satz dient als Eingangspforte ins Thema. Er ist der erste Eindruck, für den es keine zweite Chance gibt.</p>
<p><em>There is no place in the world that is more dynamic than China</em>. So fangen John und Doris Naisbitt ihr neues Buch <em>Innovation in China &#8211; The Chengdu Triangle</em> an. Kein Platz auf der Welt ist so dynamisch wie China. Ein Satz wie ein Kung Fu-Schlag. Innovation in China. Ein bemerkenswertes Werk. Erschienen bei der <em>Jilin Publishing Group</em> in Peking.</p>
<p>Am Beispiel der Boomstadt Chengdu, der 14 Millionen-Metropole von Sichuan, zeigen die Autoren auf, wie und unter welchen Voraussetzungen schnelles Wachstum für Entwicklungsregionen möglich ist. Welche Wege aus der Unterentwicklung hin zu mittelklassischem Wohlstand möglich sind.</p>
<p>Wobei John und Doris Naisbitt hauptsächlich zwei Problemfelder unter die Lupe nehmen. Die Landflucht und das ungebremste Wachstum der Städte, aber auch das Thema der sich öffnenden Schere zwischen Arm und Reich.</p>
<p>Ihre Analyse verdichten beide China-Kenner auf das <em><span id="more-11606"></span>Chengdu-Dreieck</em>: klare Eigentumsrechte, eine effiziente öffentliche Verwaltung, Beteiligung von unten über Basisinitiativen und Gemeinderäte. Und in der Mitte des Dreiecks steht als Ergebnis die Stärkung der Individualrechte.</p>
<p>Die Regionalregierung muss den Rahmen dafür schaffen, dass sich die Seiten des Dreiecks integrieren. Nicht nur attraktive Steuern, eine kluge Ansiedlungspolitik, sondern auch Offenheit, permanente Kommunikation und der Wille zum Problemlösen zeichnen die Chengdu-Philosophie aus.</p>
<p>Die Autoren bedauern, dass der Westen China meist verzerrt und voller Vorurteile betrachtet. Das Land stehe unter dem Spannungsverhältnis von autokratischer Zentralführung einerseits, aber andererseits auch von zahlreichen demokratischen Basisinitiativen von unten. Der Aspekt &#8220;von unten&#8221; gewinne stetig an Bedeutung. Offenheit, Kommunikation auf allen Ebenen, der unbedingte Fortschritts-Wille. China sei dabei, ein eigenes Modell für seine Zukunft zu entwickeln.</p>
<p>Der Schlüssel für wirtschaftliche Integration und breiten Wohlstand liege vor allem bei der Bildung. Bildung müsse von allen Regierungen, wo auch immer, an die erste Stelle der Prioritätenliste gesetzt werden.</p>
<p>Und noch eines fiel den Autoren vor Ort während ihrer anderthalbjährigen Recherche für das Buch auf. Nicht mehr alte Parteiapparatschicks früheren Zuschnitts waren ihre Gesprächspartner auf offizieller Seite, sondern gut ausgebildete, kluge Zeitgenossen, die aufgeschlossen und freimütig ihre Vision angehen. Eine neue Generation. Ein neues Land.</p>
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		<title>Lester Thurow, der soziale Globalist</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 00:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denker]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[U.S.A.]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Düsseldorf, den 27. April 1993 Ich hole Lester vom Flughafen ab. Er ist etwas wortkarg nach dem langen Transatlantikflug. Am nächsten Tag werde ich einen Vortrag von ihm moderieren, im Düsseldorfer Messezentrum. Lester Thurow eilt der Ruf voraus, er sei ein Volkswirt, der überaus anschaulich und gründlich zu formulieren vermag. Er durfte den feinen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11514" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a rel="attachment wp-att-11514" href="http://stockpress.de/2012/05/14/lester-thurow-der-soziale-globalist/lesterthurow93/"><img class="size-medium wp-image-11514 " title="LesterThurow93" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/05/LesterThurow93--360x282.jpg" alt="" width="288" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Photo by Hasso von Bülow</p></div>
<p>Düsseldorf, den 27. April 1993</p>
<p>Ich hole Lester vom Flughafen ab. Er ist etwas wortkarg nach dem langen Transatlantikflug. Am nächsten Tag werde ich einen Vortrag von ihm moderieren, im Düsseldorfer Messezentrum.</p>
<p>Lester Thurow eilt der Ruf voraus, er sei ein Volkswirt, der überaus anschaulich und gründlich zu formulieren vermag. Er durfte den feinen und flüssigen Kommentar in besten Kreisen üben und pflegen. Über 10 Jahre lang schrieb er eine Kolumne für <em>Newsweek</em> und für die <em>New York Times</em>. Diese Elitemedien gelten als harte Schule, dies schützt vor intellektuellem Überflug.</p>
<p>Dann fahre ich Lester ins Hotel. Er ist ein sympathischer, natürlicher Typ. Ein Professor, dessen Arm und Einfluss weit über das akademische Terrain hinaus reicht, und der trotzdem nicht viel Aufhebens um seine Person macht. Da sitzt in meinem Auto ein ruhiger und zurückhaltender Mann, dem  man gerne zuhört.</p>
<p>Thurow, Jahrgang 1938, war viele Jahre <span id="more-11129"></span>Dean an der <em>Sloan School of Management</em>, die Teil des <em>MIT</em> in Cambridge ist. Dieses <em>Massachusetts Institute of Technology</em>, die wohl beste Ingenieursschmiede weltweit, ist eh schon renommiert, und die <em>Sloan School</em> setzt da noch eins drauf.</p>
<p><em>MIT Sloan</em>, wie sie kurz genannt wird, gilt als makroökonomische Elitefakultät der USA, eine der besten Business Schools überhaupt. Sie wurde benannt nach Alfred Sloan, dem legendären Manager und ehemaligen Chairman von <em>General Motors</em>.</p>
<p>Unter den großen Volkswirten der USA ist Lester Thurow ein Atlantiker, einer jener, die einen gesunden Einfluss des Staates auf die Wirtschaft zu schätzen wissen. Seine Sicht ist nicht kleinteilig, er befasst sich mit der Weltwirtschaft, mit sozialen Fragen, mit Wettbewerbstheorie. In seiner Disziplin gilt er als Generalist und Globalist.</p>
<p>Der Mann mit der markanten blonden Lockenpracht wägt sein Wort, wirkt aber stets sicher in der Analyse. Hier kommt kein Groß-, Laut- oder Schnellsprecher amerikanischer Provenienz, sondern wohl eher ein bedächtiger Professor europäischen Zuschnitts.</p>
<p>Nach dem Fall des Kommunismus sieht er eine multipolare Welt ohne dominierende Einzelmacht. Konflikte erwachsen nun mehr durch religiösen Fanatismus und ethnischen Separatismus. Und national wirken Spannungen, hervor gebracht von sozialer Drift und älter werdender Gesellschaft.</p>
<p>Eigentlich gebührt Lester das Prädikat,  unsere Zeit konturenreich und tiefenscharf abzubilden. Vielleicht der klügste unter all den Volkswirten in diesen Tagen.</p>
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		<title>Tony Bennett, der Letzte</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 00:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jazz & andere Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine großartige Stimme. Gestern und auch heute noch. Tony Bennett. Der letzte Crooner. Der Übriggebliebene. Die anderen, alle nicht mehr da. Kein Frankieboy, kein Dean Martin, nicht Nat Cole, den alle Welt King nannte. Nur er ist noch da, und er singt. Bis auch er umfällt. Die Jazzhistorie wird dann richten und die Gazetten werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine großartige Stimme. Gestern und auch heute noch. Tony Bennett. Der letzte Crooner. Der Übriggebliebene.</p>
<p>Die anderen, alle nicht mehr da. Kein Frankieboy, kein Dean Martin, nicht Nat Cole, den alle Welt <em>King</em> nannte. Nur er ist noch da, und er singt. Bis auch er umfällt.</p>
<p>Die Jazzhistorie wird dann richten und die Gazetten werden schreiben: Der Beste nach Sinatra.</p>
<iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/wd-GHKRwn34" frameborder="0" type="text/html"></iframe><div style="text-align:right;"><a style="color:#aaa;font-size:9px" href="http://www.clickonf5.org/" title="IFRAME Embed for Youtube Free WordPress Plugin" target="_blank">IFRAME Embed for Youtube</a></div>
<p><em>I left my heart in San Francisco</em> macht ihn weltberühmt. 17 Grammys. 50 Millionen verkaufte Platten. Eine klare, swingende Stimme, die besonders bei Balladen zum Tragen kommt.</p>
<p>Anthony Dominick Benedetto, der sich auf der Bühne der Musik Tony Bennett nennt. Der <span id="more-7473"></span>Letzte seiner Art.<em><br />
</em></p>
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		<title>Der Fussball-Gott kann nur Barcelona</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 00:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Primera División hat Lionell Messi einen neuen Rekord aufgestellt. 50 Tore in einer Saison. Das gab es noch nie, noch nie in Spanien, noch nie in einer anderen europäischen Liga. 50 Tore in 37 Spielen. Und am letzten Spieltag am Samstag bei Betis Sevilla kann Leo die Latte nochmals höher legen. Einen Spieler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11359" class="wp-caption alignleft" style="width: 201px"><a rel="attachment wp-att-11359" href="http://stockpress.de/2012/05/09/der-fussball-gott-kann-nur-barcelona/barcelona-1112-2/"><img class="size-medium wp-image-11359  " title="Lionel Messi" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/04/MessiFCBarcelona-265x360.jpg" alt="" width="191" height="259" /></a><p class="wp-caption-text">Photo by FC Barcelona/Departament de Premsa</p></div>
<p>In der Primera División hat Lionell Messi einen neuen Rekord aufgestellt. 50 Tore in einer Saison. Das gab es noch nie, noch nie in Spanien, noch nie in einer anderen europäischen Liga. 50 Tore in 37 Spielen. Und am letzten Spieltag am Samstag bei Betis Sevilla kann Leo die Latte nochmals höher legen.</p>
<p>Einen Spieler wie Lionel Messi hat es im europäischen Fussball noch nicht gegeben. Diese Ballführung, dieser Spielwitz, seine Soli, die Torgefährlichkeit, diese zielgerichtete Kreativität und Intelligenz, diese technische Leichtigkeit und diese Freude am Spiel. Der FC Barcelona darf sich glücklich schätzen, einen solchen Spieler in seinen zu besitzen. Aber auch Leo Messi darf sich glücklich wähnen, bei solch einen Verein zu spielen.</p>
<p>Denn Messi, der Fusball-Gott, kann nur hier seine Wirkung entfalten, hier in der katalanischen Hafenstadt, hier in diesem Verein. In der argentinischen Nationalmannschaft kriegt er kein Bein auf den Rasen. Und wahrscheinlich würde Messi auch in keinem anderen Verein, sagen wir mal Manchester City, funktionieren.</p>
<p>Die Antwort, warum das so ist, erklärt sich durch drei Umstände. Ein Grund liegt in der Biografie des Leo Messi. Mit 13 Jahren wanderten die Eltern mit Leo nach Spanien aus, der Junge litt unter Wachstums- und Hormonstörungen, in Argentinien konnten die Eltern, einfache Leute, die Medizin nicht zahlen.</p>
<p>In Barcelona übernahm der Verein <span id="more-11007"></span>die  teuren Therapiekosten. <em>Was der Klub für mich getan hat,  als ich klein und hilflos war, das kann ich ihm nie zurückgeben. Sie müssten  mich schon rauswerfen, damit ich Barça jemals verlasse</em>, meint der Stürmer. Messi hat diese Unterstützung in Not nie vergessen.</p>
<p>Der zweite Grund, weshalb Messi nur in Barcelona funktioniert, hängt mit dem Spielsystem zusammen. In den 90er Jahren wurde beim FC Barcelona die oranje Revolution ausgerufen. Unter dem Trainer Johan Cruyff, früher selbst Mittelstürmer bei Barcelona, wurde eine schnelle offensive Spielanlage eingeführt. Ein extrem schnelles Kurzpass-Spiel im Dreieckssystem mit sehr kurzen Kontaktzeiten, das seit Jahrzehnten in <em>La Masia</em>, dem Jugendinternat des FCB, bis zum Erbrechen gelehrt wird, bildet das Erfolgsmuster der katalanischen Kicker.</p>
<p>Auch der dritte Grund liegt auch bei <em>La Masia</em>. Die Stars von heute spielen seit Kindesbeinen zusammen. Leo Messi, heute 24, spielt seit elf Jahren dieses schnelle System, das die Spieler <em>Tiki taka</em> nennen. Auch Xavi kommt von <em>La Masia</em> und  hat sein ganzes Fussballer-Leben in Barcelona verbracht. Andrés Iniesta spielt seit seinem zwölften Lebensjahr in Barcelona.</p>
<p>Wenn man sich den Lebenslauf der Spieler anschaut, so kommt aus der ersten Mannschaft mindestens die Hälfte der Kicker aus <em>La Masia</em>. Und wenn man 10 oder 12 Jahre zusammen spielt, dann kennt man den Mitspieler blind, man weiß um seine Stärken, kennt die Laufwege und Spielzüge.</p>
<p>Überhaupt <em>La Masia</em>. Es gibt wohl keinen Fussball-Klub auf der Welt, der eine solch kluge Jugendarbeit betreibt wie die Katalanen. Selbst wenn man sich die erste Elf Barcelona wegdenken würde, man könnte aus der Jugendabteilung, der zweiten Mannschaft und den Ersatzspielern eine weitere wunderbare Mannschaft zusammenstellen, die in der Primera División und im europäischen Fussball ganz oben mitspielen würde.</p>
<p>Und Leo Messi kann nur dieses Barcelona-System. In Argentinien darf er nicht in der Spitze rochieren, sich frei bewegen, hier wird er in ein ihm fremdes System gepresst. In der argentinischen Nationalmannschaft wird Leo Messi zum Vorbereiter degradiert, der die  Stürmer Gonzalo Higuaín und Kun Agüero bedienen soll.  Welch eine Verschwendung von Kreativität und welch eine törichte Einschätzung der Möglichkeiten!</p>
<p>Dieses seltsame System der National-Coachs Sergio Batista und Alejandro Sabella ist nicht Messi Welt. Leo muss bedient werden, von Iniesta oder Xavi, der Floh muss laufen und hüpfen und darf nicht wie bei Argentinien in ein anderes Schema  gepresst werden.</p>
<p>Leo Messi, diesen Intelligenten und Kreativen, in die Spielmacherposition vor den Spitzen zu stellen, ist Dummheit. Das kann er nicht. Er verliert seine Kreativität, seinen Spielwitz und seine Unberechenbarkeit. Nur in Barcelona, in der Philosophie von <em>La Masia</em> kann er sich fussballerisch ausleben.</p>
<p>In diesen Tagen hat die peronistische Präsidentin Cristina Kirchner in Argentinien mit viel Aplomb den YPF-Konzern, der in spanischen Besitz liegt, kurzerhand verstaatlicht. Mein Vorschlag zur Retourkutsche: Wenn die lnken Argentinier YPF klauen, dann klauen wir halt deren Leo. Im Gegenzug sollten die Spanier den Spieler Leo Messi schnell für Katalonien nationalisieren. Das wäre ein gutes Geschäft.</p>
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		<title>Karten für das Finale der Champions League in München</title>
		<link>http://stockpress.de/2012/05/05/karten-fur-das-finale-der-champions-league-in-munchen/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 09:36:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fussball]]></category>

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		<description><![CDATA[I need tickets, ruft der Geschäftskollege aus London flehentlich an. Er braucht gar nicht weiter reden, ich weiß, welche Tickets er meint. Karten für den 19. Mai 2012. FC Bayern München gegen FC Chelsea. The Road to Munich. München. In der Allianz Arena. Man kann in diesen Tagen nicht durch München gehen ohne diese eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a rel="attachment wp-att-11494" href="http://stockpress.de/2012/05/05/karten-fur-das-finale-der-champions-league-in-munchen/championsleague/"><img class="alignleft size-full wp-image-11494" title="championsleague" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/05/championsleague.jpg" alt="" width="400" height="182" /></a>I need tickets</em>, ruft der Geschäftskollege aus London flehentlich an. Er braucht gar nicht weiter reden, ich weiß, welche Tickets er meint.</p>
<p>Karten für den 19. Mai 2012. FC Bayern München gegen FC Chelsea. <em>The Road to Munich</em>. München. In der Allianz Arena.</p>
<p>Man kann in diesen Tagen nicht durch München gehen ohne diese eine  Frage gestellt zu bekommen. Und auch in den Büros befragt man sich gegenseitig.  Haben Sie Karten? Wo kann man noch kaufen? Gibt es einen Kniff? Die Antwort ist meist die gleiche: <span id="more-11484"></span>Nein, keine Karten. Keine Chance, ausgebucht,  überbucht, da kommt man nicht ran.</p>
<p>Das Duell der Giganten. Europas Nummer 1. Ein tolles Match. Und für den FC Bayern etwas ganz besonderes. Das Endspiel um Europas Krone im eigenen Stadion. FC Barcelona, Real Madrid oder Manchester United &#8211; alle abgehängt und ausgeschaltet. Die Roten aus München stehen im Endspiel.</p>
<p>Champions League &#8211; <em>Mia san ahoam!</em> Sagenhafte 1,15 Millionen Kartenwünsche trudelten beim FC Bayern an  der Säbener Strasse ein. 17.500 Karten waren zu vergeben. Also keine  Chance, ausgebucht, überbucht, da kommt man nicht ran.</p>
<p>Und dann kommt plötzlich eine Mail vom FC Bayern. Lieber Herr Doktor Stock, unser Zufallsgenerator hat Ihnen 2 Karten zugeteilt. Erst Staunen, dann Freude. Dank an den Generator! Wie fünf Richtige im Lotto. Kaum zu glauben, aber wahr. Oder: Glück muss man haben. <em>Jetzt werd I narrisch!</em></p>
<p>Bei <em>ebay</em> werden die Karten zu 2.500 Euro das Stück verhökert. Die Preise auf dem Schwarzmarkt schießen in die Höhe. Meine Eintrittskarten kosten 70 Euro pro Ticket. Und, ein richtiger Fussball-Fan braucht das nicht eigens zu erwähnen, meine  sind unverkäuflich.</p>
<p>Wir schauen uns das Match im Stadion an. CL-Finale. Am Samstag in einer Woche. Mehr  dazu an dieser Stelle, nach dem Spiel. Kein Live Ticker. Aber eine Nachlese.</p>
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		<title>Wo ist der Arsch der Welt?</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 00:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auwei!]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein hübsches Schild. Hier sei der Arsch der Welt, wird man knallig in der edlen Einkaufspassage hingewiesen. Aber, gute Frage, wo befindet sich denn wirklich der Arsch der Welt? Wo sind die Umstände so, dass man sich nur mit Grausen abwenden kann und so schnell wie möglich das Weite sucht? Aus eigener Anschauung hätte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11422" class="wp-caption alignleft" style="width: 317px"><a rel="attachment wp-att-11422" href="http://stockpress.de/2012/05/04/wo-ist-der-arsch-der-welt/arschderwelt/"><img class="size-full wp-image-11422   " title="ArschderWelt" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/04/ArschderWelt.jpg" alt="" width="307" height="230" /></a><p class="wp-caption-text">gefunden in Berlin, Februar 2012; Photo by W. Stock</p></div>
<p>Ein hübsches Schild. Hier sei der Arsch der Welt, wird man knallig in der edlen Einkaufspassage hingewiesen.</p>
<p>Aber, gute Frage, wo befindet sich denn wirklich der Arsch der Welt? Wo sind die Umstände so, dass man sich nur mit Grausen abwenden kann und so schnell wie möglich das Weite sucht?</p>
<p>Aus eigener Anschauung hätte ich schon ein paar Vorschläge: Mumbai, das Viertel um die Elephant Road, wo mehr Ratten als Menschen durch die Strassen streunen. Lima, der Rimac-Bezirk, wo es bestialisch zum Himmel stinkt, weil all der menschliche und industrielle Unrat in den verdreckten Fluss geworfen wird. Oder Rio de Janeiro, die Favelas, am Hang über der Altstadt, wo man sich nur unter Polizeischutz hineintraut.</p>
<p>Also eine Menge Ärsche der Welt, die zu finden sind, jeder Arsch nach individuellem Gusto. Aber, dass man ein solches Arsch der Welt-Plakat in <span id="more-11418"></span>Berlin, im neuen, sauberen und frisch aufgebauten Berlin findet, lässt tief blicken.</p>
<p>Wenn man die Trostlosigkeit des realen Sozialismus hinter sich gelassen hat, dann sollte man ob eines solchen Schildes aufschreien und rebellieren, anstatt in der Seele, in den Köpfe höchst merkwürdige Gedanken ihre Runde drehen zu lassen.</p>
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		<title>Gottfried Heller, lassen Sie uns über André Kostolany reden</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 08:14:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denker]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
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		<description><![CDATA[Wohl kein Deutscher kennt den Börsen-Altmeister André Kostolany so gut wie Gottfried Heller. Über drei Jahrzehnte verband beide eine erfolgreiche berufliche Partnerschaft. Zusammen haben sie die private Vermögensverwaltung FIDUKA gross gemacht und haben bei zahllosen Vorträgen und auf Hunderten Veranstaltungen das Publikum informiert und amüsiert. Wie er Kosto kennengelernt habe, frage ich den Münchner. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11439" class="wp-caption alignleft" style="width: 320px"><a rel="attachment wp-att-11439" href="http://stockpress.de/2012/05/01/gottfried-heller-lassen-sie-uns-uber-andre-kostolany-reden/gottfriedhellerapr2012-2/"><img class="size-full wp-image-11439" title="GottfriedHellerApr2012" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/04/GottfriedHellerApr20121.jpg" alt="" width="310" height="221" /></a><p class="wp-caption-text">München, den 30. April 2012</p></div>
<p>Wohl kein Deutscher kennt den Börsen-Altmeister André Kostolany so gut wie Gottfried Heller. Über drei Jahrzehnte verband beide eine erfolgreiche berufliche Partnerschaft. Zusammen haben sie die private Vermögensverwaltung FIDUKA gross gemacht und haben bei zahllosen Vorträgen und auf Hunderten Veranstaltungen das Publikum informiert und amüsiert.</p>
<p>Wie er Kosto kennengelernt habe, frage ich den Münchner. Im Sommer 1969, auf einer Investmentkonferenz der Hypobank in der Prannerstrasse. Deutschland öffnete sich gerade für ausländische Fonds. Wilde Zeiten damals, IOS und andere Rattenfänger verdarben den Markt. Wenn die Aktie ein Auto sei, so sagte der Referent, dann sei der Fonds ein Bus. Da meldete sich aus dem Auditorium ein kleiner Mann, sein Gesicht kannte ich aus den <em>Capital</em>-Kolumnen, und stellte dem Referenten die bissige Fragen: Sind Sie sicher, dass der ausländische Busfahrer einen Führerschein hat?</p>
<p>Nach der Veranstaltung ging Gottfried Heller, gerade aus sechs Jahren New York zurück, auf den kleinen Mann zu und bot ihm eine Partnerschaft zum Aufbau einer Fondsgesellschaft an. Die Partnerschaft mit André Kostolany hielt dreißig Jahre, bis zu Kostos Tod 1999.</p>
<p>Wie sein Charakter gewesen sei, frage ich Gottfried Heller. Er besaß einen wunderbaren jüdischen Humor, und er war Optimist. Diese positive Lebenseinstellung hatte er von seinem Vater geerbt, einem Likörfabrikanten in Budapest, der selbst in heiklen Situation stets ausrief: Kein Malheur, kein Malheur.</p>
<p>Aber Kosto konnte auch anders. Wie so mancher reiche Mensch war er, nun ja, ein ziemlicher<span id="more-11435"></span> Geizkragen. Wenn er mal eine Rechnung selber zahlte, dann hat er 20 Pfennnig Trinkgeld gegeben, das war mir dann schon ein bischen peinlich. Trotz seines Esprits konnte er hier und da auch barsch und ruppig sein, was mancher Kellner oder Hotelpage zu spüren bekam.</p>
<p>Kosto war bis ins hohe Alter ein zäher Bursche. Mit Wohnsitz in Paris, an der <em>Côte d</em>&#8216;<em>Azur</em>, in Budapest und München, fließend in den Sprachen Ungarisch, Hebräisch, Englisch, Französisch und Deutsch, flog er noch als 90-Jähriger durch die Weltgeschichte.</p>
<p>Und Kosto konnte endlos erzählen. Er besaß eine pointierte Meinung und tat diese frank und frei kund. Sein Feindbild der letzten Jahre war die Deutsche Bundesbank unter Helmut Schlesinger, deren Austeritätspolitik er bekämpfte. Kosto hatte noch mit Schrecken Brünings rigide Sparpolitik Anfang der 30er Jahre vor Augen, die er für den Aufstieg Hitlers mitverantwortlich machte. Ein dummer Mensch, dieser Schlesinger, das sagte er oft, aber weil er seine Meinungsfreude mit Witz und Humor würzte, nahmen es ihm wenige übel.</p>
<p>Einer der berühmtesten Bonmots von Kosto ist jener mit den Schlafpillen: Solide internationale Aktien kaufen, in die Apotheken gehen, Schlafpillen holen und nach fünf, sechs Jahren Tiefschlaf aufwachen und sich an einem hübschen Gewinn freuen. Dieser Ausspruch, macht Gottfried Heller aufmerksam, ist vielfach als simple <em>Buy and Hold</em>-Strategie missverstanden worden. Kosto wollte eigentlich etwas anderes sagen.</p>
<p>Ihm ging es, wie so oft, eher um einen psychologischen Ratschlag. Die Psyche des Menschen führt bei Aktienkäufen oft zu falschem Verhalten: Bei Sonnenschein kaufen die Leute, bei Blitz und Donner verkaufen sie. Dieses mit den Schlafpillen sei also kein Anlagesystem, sondern eher Schutz vor falschem Verhalten.</p>
<p>Bei seinem Begräbnis im September 1999 auf <em>Père Lachaise</em> in Paris waren 20 Menschen. Gottfried Heller hielt als einziger eine Traueransprache. Dann wurde Kosto eingeäschert. Der scharfsinnige und humorvolle André Kostolany war tot. Ob er Kosto vermisse, frage ich Gottfried Heller zum Abschied. Natürlich, sagt Heller, natürlich. So einen wie ihn gibt es nie wieder.</p>
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		<title>Google besitzt Spirit und Leidenschaft</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 00:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Denker]]></category>
		<category><![CDATA[San Francisco]]></category>
		<category><![CDATA[U.S.A.]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mountain View, im Oktober 2009 Bestes Firma von Welt? Schwierige Frage, leichte Antwort. Selten hat mich der Besuch eines Unternehmens so fasziniert und elektrisiert, wie dieser Besuch bei Google in Kalifornien unter schönstem blauen Himmel. Die alte Industrie sieht hier noch älter aus. Nestlé, Daimler-Benz, Henkel &#8211; kenne ich auch, Spitzen-Unternehmen, auch die habe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11073" class="wp-caption alignleft" style="width: 308px"><a rel="attachment wp-att-11073" href="http://stockpress.de/2012/04/30/google-hat-spirit-und-leidenschaft/google-oct-2009/"><img class="size-full wp-image-11073" title="google-oct-2009" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/03/google-oct-2009.jpg" alt="" width="298" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Photo by W. Stock</p></div>
<p>Mountain View, im Oktober 2009</p>
<p>Bestes Firma von Welt? Schwierige Frage, leichte Antwort.</p>
<p>Selten hat mich der Besuch eines Unternehmens so fasziniert und elektrisiert, wie dieser Besuch bei Google in Kalifornien unter schönstem blauen Himmel.</p>
<p>Die alte Industrie sieht hier noch älter aus. Nestlé, Daimler-Benz, Henkel &#8211; kenne ich auch, Spitzen-Unternehmen, auch die habe ich von innen gesehen. Alles kein Vergleich zu Google. Einen besseren Laden als die Firma aus Kalifornien gibt es nicht. Nirgends. Nicht zwischen Alaska und Argentinien, nicht zwischen Tokio und London.</p>
<p>Bei Google in Mountain View wie bei Tante Käthchen mal kurz zum Nachmittagskaffee vorbeizuschauen, das geht so einfach nicht. Doch den<span id="more-11072"></span> angereisten Verlegern des Zeitschriftenverbandes VDZ wird hier die Tür geöffnet, was &#8211; angesichts des angespannten Verhältnisses zwischen analoger und digitaler Welt &#8211; ja auch ein Signal ist.</p>
<p>Googles Headquarter, drei Minuten von der Stanford University, breitet sich imposant über einen riesigen Campus aus, verteilt auf Dutzende helle Gebäude, mit zig Auffahren. Wir fahren in Sektion 43 vor. Im Konferenzraum &#8211; keine Fotos erlaubt &#8211;  wird uns zunächst Googles Vision vorgestellt. Eine kurze Folie. <em>We organize the world’s information</em>. Wow! Das sitzt. Das ist eine Vision.</p>
<p>Organisieren nicht wie die alten Medien mit Hirn und Hand, sondern alles automatisiert. <em>Crawling</em>. <em>Grouping</em>. <em>Ranking</em>. Zack, zack, zack &#8211; alles per <em>Googlebot</em>, dem Roboter, der täglich Milliarden Dokumente liest. Nach Themen, Stichwörtern, Quellen. Heute, morgen und nun auch 200 Jahre in die Vergangenheit zurück. Allein 25.000 Quellen wertet Google beispielsweise für seinen News-Dienst aus.</p>
<p>Diese Zahlen sind gigantisch. Und über Geldsorgen kann man auch nicht klagen. Alles andere als ein Milliardengewinn pro Quartal wäre in Mountain View eine herbe Enttäuschung. Umsatzrendite eher bei 30 als bei 20 Prozent. Über 10.000 Mitarbeiter arbeiten hier in dem Städtchen eine halbe Stunde südlich von San Francisco.</p>
<p>Google ist nicht Content getrieben. Man zeige keine Inhalte, sondern nur Links. Man wolle auch kein Publisher sein &#8211; obwohl man locker Verleger sein könnte -, sondern ein bloßer Info-Organizer bleiben. Man sehe eine Herausforderung in erster Linie technisch, das treibt Google an, hier haben Ingenieure und Programmierer das Sagen.</p>
<p>Zum Abschluss lädt man uns zum Mittagessen ein. In der Freiluft-Cafeteria von Google meint man, auf dem Campus der nahen Stanford Universität zu sein. Junge Leute, Jeans, farbenfrohe Pullis, alle locker drauf, alles international, eine bunte Welt.</p>
<p>Eine von den zahlreichen Google-Kantinen, die jeweils größer sind als vier Fußballfelder. Das Buffet von Google zelebriert Üppigkeit, von mexikanischer Guacamole über Cous Cous bis zur italienische Pasta, alles so bunt und heiter, wie diese Firma selbst. Es schmeckt, nicht nur weil es für die hier Arbeitenden nichts kostet, sondern weil es wirklich gut ist.</p>
<p>Google, soviel wird in Mountain View klar, besitzt Klasse, Vision, Spirit und Leidenschaft. Und das Unternehmen hat einen Lauf.  Und nebenbei bemerkt, Google ist eine Aktiengesellschaft. Ein jeder kann Anteile kaufen und Mitbesitzer werden, ein jeder kann an der Erfolgsstory teilhaben. An einer Story und an einem Unternehmen, dass wie kein anderes unser Leben verändert wie kein anderes.</p>
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		<title>Der kleine Mann und die breiten Schultern</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 00:59:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahlkampf an Rhein und Ruhr. Und wieder Dutzende mehr oder weniger kluge Plakate und Äußerungen, die erklären oder verschleiern sollen, warum NRW wirtschaftlich so abgehängt scheint. In solchen Wahlkampfreden ist viel von dem kleinen Mann die Rede. Ja, manchmal gewinnt man den Eindruck, insbesondere wenn man linken und grünen Politikern zuhört, Nordrhein-Westfalen werde überwiegend bevölkert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-11330" href="http://stockpress.de/2012/04/27/der-kleine-mann-und-die-breiten-schultern/piraten/"><img class="alignleft size-medium wp-image-11330" title="Piraten" src="http://stockpress.de/wp-content/uploads/2012/04/Piraten-360x254.jpg" alt="" width="288" height="203" /></a>Wahlkampf an Rhein und Ruhr. Und wieder Dutzende mehr oder weniger kluge Plakate und Äußerungen, die erklären oder verschleiern sollen, warum NRW wirtschaftlich so abgehängt scheint.</p>
<p>In solchen Wahlkampfreden ist viel von dem <em>kleinen Mann</em> die Rede. Ja, manchmal gewinnt man den Eindruck, insbesondere wenn man linken und grünen Politikern zuhört, Nordrhein-Westfalen werde überwiegend bevölkert von diesem<em> kleinen Mann</em>. Gar eine ganze Partei hat sich auf ihn ausgerichtet, denn die SPD ist per definitionem die Partei des <em>kleinen Mannes</em>.</p>
<p>Jedoch ist dieser <em>kleine Mann</em> ein seltsames Phänomen. Sprachlich jedenfalls, und nur darum geht es. Denn es gibt nur <span id="more-11098"></span>einen davon, es existiert kein Plural. <em>Die kleinen Männer</em>, das hört sich doch ziemlich albern an.</p>
<p>Auch lebt <em>der kleine Mann</em> als Einsiedler. Er ist Single und hat keine Partnerin, denn <em>eine kleine Frau</em> oder <em>eine kleine Ehefrau </em>gibt es nicht. Und Kinder besitzt <em>der kleine Mann</em> auch nicht. Denn es gibt keine <em>kleinen Kinder</em>. Weil Kinder eh schon klein sind.</p>
<p>Was soll das also mit dem kleinen Mann?<em> Den kleinen Mann</em> gibt es erst seit Sozialdemokraten regieren. Vorher hieß <em>der kleine Mann</em> entweder Arbeiter oder  Proletarier. Oder Unterdrückter oder Ausgebeuteter.</p>
<p>Solch hässliche Wörter gelten in der heutigen Zeit nicht mehr als chic. Denn wie kann es Ausgebeutete geben, wenn eine sozialdemokratische Ministerpräsidentin das Sagen hat. Wenn SPD und die grüne Partei die Zeitläufe gestalten, dann wird aus dem Unterdrückten eben <em>ein kleiner Mann</em>.</p>
<p>Übrigens, der Gegenspieler des <em>kleinen Mannes</em> heißt  nicht etwa <em>der große Mann</em>. Weit gefehlt.  Der Gegner sind <em>die breiten Schultern</em>. <em>Der kleine Mann</em> versus <em>die breiten Schultern</em>, das nenne ich rot-grünen Klassenkrampf, sprachlich zumindest, immer nur sprachlich.</p>
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