Hoover Tower, Stanford University; Photo by W. Stock

Wem das Privileg zuteil wird, längere Zeit beim ECON Verlag als Cheflektor für Wirtschaftsbücher arbeiten zu dürfen, der lernt viele Größen der Wirtschaftswissenschaften kennen. Es war eine schöne Zeit in Düsseldorf, mit vielen beeindruckenden Begegnungen. Aber, wer ist denn in diesen Jahren mein wichtigster Autor gewesen, wer der brillanteste Denker?

Nicht jener, der am lautesten brüllen konnte oder der am häufigsten in den Klatschspalten der Zeitungen auftauchte. Nein, nein, ich meine den wirklich wichtigsten Autor. Jenen, der unser Zeitalter nachhaltig geprägt hat. Einen, der Politik und Wirtschaft verändert hat, der neue Ideen und Visionen vorangetrieben hat. Einer mit ganz großen Fußspuren.

Da muss ich nicht lange überlegen. Mein wichtigster Autor war Milton Friedman. Mit ihm habe ich 1992 das Buch Geld regiert die Welt gemacht, das im Original Money Mischief hieß und im gleichen Jahr bei Harcourt Brace Jovanovich in New York erschien.

In dem Werk geht es um die Anfänge des Geldverkehrs. Geld, das war das zentrale Thema von Friedman. The social responsibility of business is to increase its profits. Nicht nur wegen solch marktradikaler Aussagen war Milton Friedman hierzulande nie gut gelitten. Sein Denken blieb im sozialdemokratisierten Deutschland, wenn man so sagen darf, ökonomisch

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