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Notizen und Anmerkungen von unterwegs

Kategorie: Denker Seite 1 von 6

Warum ist die europäische Banane krumm?

Winfried Böttcher (Herausgeber)
Europas vergessene Visionäre
Rückbesinnung in Zeiten akuter Krisen
2019, 521 S., Gebunden; 58,- €

Ob mit Europas vergessenen Visionären nicht gleich auch deren Visionen perdu gegangen sind? Die Sorge scheint berechtigt im Jahr 2019. Hat Europa in der heutigen Verfassung überhaupt eine Zukunft? Der europäische Zusammenhalt ist brüchig wie nie: Absetzbewegungen wie der Brexit sind zu beklagen, durch Banken- und Etat-Krisen ist massiv Vertrauen verspielt worden, nationalistische Rollbacks sind allerorten zu beobachten. Ein Europa in Zeiten akuter Krisen braucht jedenfalls neue Schwungkraft, mindestens. 

In seinem aktuellen Werk Europas vergessene Visionäre erinnern Winfried Böttcher und seine Mitautoren aus welchen historischen und politischen Erwägungen einst die Vision Europa entstand. Wichtige, aber zu Unrecht in Vergessenheit geratene europäische Denker wie Ludwig Börne, Jean Jaurès oder Salvador de Madariaga zeigen, dass vor allem das Denken in fatalen Kategorien wie Freund/Feind überwunden werden sollte. Man liest in die zahlreichen Biografien dieses fein recherchierten Sammelbandes hinein, mit Neugier auf den Menschen, aber auch mit dem Blick auf jenes, was von der visionären Kraft als Vermächtnis im 21. Jahrhundert noch übrig geblieben ist.

Viel ist es nicht. Der Europa-Politik der letzten Jahre sind in meinen Augen vor allem zwei kapitale Fehler unterlaufen. Der erste: Statt die hehre Europa-Idee zum Leuchten zu bringen, hat man zu oft den EU-Amtsschimmel wiehern zu lassen. Für den schwerwiegenderen zweiten Fehler wird gerade von Italien über Ungarn bis Frankreich die Quittung erstellt: Politik und Medien haben die identitätsstiftende Kraft des Nationalstaates unterschätzt. Baustellen gibt es also zuhauf in Europa.

Fraglos vermag die Wissenschaft Lösungsoptionen bereithalten, wenn Politik und Öffentlichkeit bloß die Ohren spitzen würden. Mit seinen Veröffentlichungen und seiner über 50-jährigen Tätigkeit in Lehre und Forschung gehört Winfried Böttcher selbst zu den unermüdlichen Visionären Europas. Von den Anfängen an der London School of Economics bis hin zur RWTH Aachen, wo er den Lehrstuhl von Klaus Mehnert übernahm, hat Winfried Böttcher unentwegt als Impulsgeber für Europa gerackert. 

Es lohnt, sich mit Winfried Böttchers Ideen eines modernen Europas auseinander zu setzten. Böttcher sieht die Funktion des Nationalstaates als erfüllt an, er hat sich historisch überlebt. Der neue Organismus jedoch braucht ein neues Funktionsprinzip, Professor Böttcher bietet das ordnungspolitische Konzept der Subsidiarität an. Die Hoheit für staatliche Aufgaben und Verantwortlichkeit ist der jeweils untersten dafür geeigneten Ebene zu übertragen. Die übergeordnete Einheit kommt erst dann zum Zuge, wenn die untergeordnete ergebnismäßig überfordert ist.

In diesem Sinne plädiert Winfried Böttcher für ein vereintes Europa, das subsidiär aufgebaut ist, als eine politische Ordnung von unten mit einer weitgehenden Autonomie der Regionen. Diese Europa-Vision ist nicht nur erkenntnistheoretisch schlüssig, sondern zudem politisch und wirtschaftlich klug. Denn die Idee Europa kann funktionieren, wenn Subsidiarität als ein fester Rahmen dennoch die Entfaltung der individuellen Selbstbestimmung und Selbstverantwortung ermöglicht.

Den Krümmungswinkel einer Banane sollten deshalb nicht

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Prophet

In Umkehrung des Schlegel-Wortes, wonach der Historiker ein rückwärtsgewandter Prophet ist, ist der Zukunftsforscher ein nach vorne blickender Historiker.

Matthias Horx

ETFs plus Strategie = Risikominimierung

Das neue Buch von Gottfried Heller habe ich regelrecht verschlungen. Denn es ist nicht nur eingängig und verständlich geschrieben, sondern öffnet dem Anleger bei einigen Dingen merklich die Augen. Im ersten Drittel erklärt Heller, warum sich die Deutschen mit Aktien so schwertun, warum es ihnen nicht gelungen ist, Vermögen aufzubauen und welche Tiefschläge (z.B. Euro, Merkel, Trump) uns noch erwarten könnten.

In diesem Zusammenhang gibt es in dem Buch ein sensationelles Kapitel – „Das Märchen von den reichen Deutschen“. Darin beschreibt Heller, dass die Deutschen gar nicht so wohlhabend sind, wie die Politik glauben machen möchte – und welche Gründe diesem unterdurchschnittlichen Reichtum zugrunde liegen. Diese Seiten sollten Pflichtlektüre im Wirtschaftsunterricht sein, man möchte kaum glauben, was da zu lesen ist, doch es stimmt.

Im Herzstück seines Werkes stellt der Münchner Vermögensberater die „Revolution der Geldanlage“ vor. Gemeint sind Indexfonds, englisch als ETFs abgekürzt, die es Anlegern erlauben, auf ganze Aktienklassen, auf Märkte, auf Branchen oder auf Indizes zu setzen. Und dies so unkompliziert und kostengünstig wie bei kaum einer anderen Anlage.

Das letzte Drittel wird dem Anleger wohl am meisten

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John Naisbitt: Hoffentlich nicht Donald Trump!

John und Doris Naisbitt in Velden am Wörthersee, September 2016

John und Doris Naisbitt in Velden am Wörthersee, September 2016; Photo by W. Stock

Als bekanntester Trendforscher weltweit, John Naisbitts Bücher sind in 57 Sprachen übersetzt, hat sich der Amerikaner einen frischen Blick auf die Welt bewahrt. In den späten 1980er Jahren bekam ich bei ECON die Ehre, Johns Bücher Megatrends 2000, Megatrends for Women und Global Paradox zu verlegen. Es war eine wunderbare Zeit und seitdem sind wir gut befreundet.

Ich besuche John und seine Ehefrau Doris in ihrer Sommerresidenz am Wörthersee. John is in good shape, wie die Amerikaner sagen, neugierig auf Neues und klar in der Analyse, das kann nicht jeder 87-Jährige von sich behaupten. Die Langzeit-Betrachtung der beiden Autoren fällt für hiesige Breiten eher düster aus: Mit Europa und den USA gehe es langsam aber stetig bergab. Der Westen besitze seit Jahren keine Kraft für wirkliche Reformen und einfach keine Strategie, seine neue Rolle in der Welt zu finden.

Wenn beispielsweise die europäische Entwicklungspolitik nach Afrika komme, dann meist mit erhobenem Zeigefinger. Man solle nur ja auf diese demokratische Gepflogenheit achten und gefälligst den westlichen Wertekanon übernehmen. Die Eliten nicken und stecken das Geld ein. China hingegen, das sich in Afrika und Südamerika sehr rührig zeigt, mache es schlauer. Das Land gehe zur dortigen Regierung und schlage konkrete Projekte vor: Wir bauen euch eine Eisenbahnlinie von der Hauptstadt zur Küste. Und so packen es die pragmatischen Chinesen dann auch an. Arbeitsplätze werden geschaffen, die Infrastruktur des Landes verbessert, das Geld versickert nicht in dunkle Kanäle. Alle sind zufrieden.

Der Westen besitze heute einen

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Machtwende – der Süden holt auf

John & Doris Naisbitt: Machtwende - Wie die Länder des Globalen Südgürtels unsere Welt verändern werden; Goldegg Verlag, Juni 2016

John & Doris Naisbitt: Machtwende – Wie die Länder des Globalen Südgürtels unsere Welt verändern werden; Goldegg Verlag, Juni 2016

Es ist immer ein Gewinn, wenn man Bücher liest, die aus einer Adlerperspektive geschrieben werden. Denn unsere Welt verändert sich so rasant, dass man manchmal mit dem Einordnen nicht mehr nachkommt.

Das Autorenpaar John und Doris Naisbitt werfen in ihrem neuen Buch einen erhellenden Blick auf den Zustand der Welt von heute und versuchen die Trendlinie in die Zukunft zu ziehen. Die USA verlieren an Einfluss, Europa schwächelt bedenklich und die Gewinner im globalen Wettbewerb sind die Staaten des Südgürtels, jene sich entwickelnde Nationen, die man unter dem Begriff Schwellenländer zusammenfasst.

Die Stärke des Buches liegt in einem sympathischen Un-Dogma. Die Naisbitts berichten von ihren Gesprächen, sie analysieren Bücher und Artikel und lassen uns an ihren Beobachtungen teilhaben. Gerade in diese persönliche Beobachtungen erzeugen jene Aha-Effekte, von denen es in dem Buch einige gibt. So berichtet das in Wien wohnende Ehepaar, dass sie zu ihren Flügen in die weite Welt immer seltener die traditionellen Drehkreuze London, Paris oder Frankfurt nutzen, sondern vielmehr nun über Dubai oder Istanbul fliegen. Ein kleines, aber feines Indiz, wie sich die Entwicklung von der westlich zentrierten Welt hin zu einer multi-zentristischen Welt vollzogen hat.

Mit Europa und den USA gehen der Amerikaner John Naisbitt und die Österreicherin Doris Naisbitt hart

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Gottfried Heller, kommt der Grexit?

Gottfried Heller, Wolfgang Stock über den Grexit

Gottfried Heller, Wolfgang Stock; München, im Juli 2015

Ein Gespräch über Griechenland mit Börsen-Legende Gottfried Heller im Münchner Literaturhaus, wo wir bei einem wohligen Mittagessen die fünfte Auflage seines Longsellers Der einfache Weg zum Wohlstand ein wenig feiern.

Wolfgang Stock: Wie hoch schätzen Sie die Möglichkeit eines Grexit, des Austritts von Griechenland aus der Euro-Zone?

Gottfried Heller: Ich sehe die Wahrscheinlichkeit eines Grexit bei etwa 60 bis 65 Prozent. Denn das Land ist finanziell ein Fass ohne Boden. Im Grunde genommen ist Griechenland ein failed state, ein gescheiterter Staat, der seine grundlegenden Funktionen nicht erfüllen kann. Man muss das leider feststellen. Es funktioniert wenig in Griechenland: Der Arbeitsmarkt ist zubetoniert, die Steuereintreibung klappt nicht, das Gesundheitswesen liegt am Boden. Bürokratie und Korruption prägen die Verwaltung. Ewig wird Euro-Europa diese Misswirtschaft nicht alimentieren wollen.

Stock: Aber Europa ist noch immer für einen faulen Kompromiss gut. Ich schätze die Wahrscheinlichkeit eines Grexit eher auf 40 Prozent.

Heller: Aber wenn beispielsweise einem Schuldenschnitt für Griechenland nachgegeben wird, dann kommt alles ins Rutschen. Dann wird in Spanien die radikale Podemos das gleiche fordern und Frau Le Pen wird in Frankreich noch weiter Auftrieb bekommen. Es kann nicht sein, dass in Europa ein Land alle Regeln ignoriert und sich von anderen finanzieren lässt.

Stock: Aber Angela Merkel ist eine risikoscheue Politikerin. Ob sie den Mut für einen solchen Einschnitt wie den Grexit aufbringt?

Heller: Risikoscheu ist Frau Merkel sicherlich. Aber sie ist auch klug. So war es ein genialer Schachzug von ihr, nun

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Das alte Europa – quo vadis?

WinfriedBöttcher Europa

Winfried Böttcher (Hrsg.), Klassiker des europäischen Denkens

WinfriedBöttcherEruropa Wohin steuert unser Europa? Gerade heute muss diese Frage mit Nachdruck gestellt werden, wo doch der globalisierte Wettbewerb an alten europäischen Erfolgen kratzt und das europäische Haus in eine Beletage und das Souterrain auseinander zu fallen droht.

Aber im Grunde genommen muss der Erkenntnisprozess noch ein, zwei Schritte früher ansetzen. Wo liegen die Wurzeln dieses Europa? Gibt es eigentlich so etwas wie eine Mission Europas? Und: Was hält Europa zusammen? Ein neues Buch nähert sich diesen Fragen aus kulturgeschichtlichem Blickwinkel. In einer Vielzahl von Aufsätzen machen sich Historiker, Philosophen und Sozialwissenschaftler an die Aufgabe, die DNA, den inneren Kern der europäischen Idee zu entschlüsseln.

Winfried Böttcher lässt mit seinen Ko-Autoren die Ideen und Visionen von 100 Denkern aus 14 europäischen Ländern aufleben, Gedanken, die von Pierre Dubois aus dem 13. Jahrhundert über Immanuel Kant bis zu Alcide De Gasperi und Václav Havel reichen. Jeder dieser Vordenker wird in Klassiker des europäischen Denkens kurz biographisch vorgestellt, ebenso wie seine Überlegungen zu Europas Kultur- und Friedensgeschichte.

Und vielleicht ist dieser Blick in die Vergangenheit vonnöten, um den heutigen Anspruch der alten Welt aufzufrischen und den Wertekompass für die Zukunft zu polieren. Und wie lässt sich das Ideal kurz zusammen fassen, das diese Denker für Europa entwerfen? Nun, im Kern handelt es sich um die Werte der europäischen Aufklärung: Freiheit, Toleranz und Friedfertigkeit. Freiheit und Frieden, so lautet der Zweiklang, der seit über 700 Jahren diesen doch so oft geschundenen Kontinent antreiben sollte. Aufklärung und humanistische Ideale sollten den festen Maßstab in Europa bilden, um an die Stelle von Krieg und Gewalt im Idealfall den Diskurs und die Diplomatie treten zu lassen.

Warum hat in Zeiten von Wikipedia und Informationsflut ein solches Mammutwerk wie dieses aus dem Nomos Verlag seine Berechtigung? Nun, weil die

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Gottfried Heller, zerbricht der Euro?

Gottfried Heller

Gottfried Heller, München, Mitte Juni 2013

Schwertfisch auf mediterranem Gemüse. Es mundet. Der Aktien-Altmeister Gottfried Heller besitzt einen wachen Geist und erfreut mit klarer Analyse.

Als elder statesman der Börse sieht er über den Tellerrand und kann die Ereignisse, über die Tagesaktualität hinweg, einordnen. Die köstliche Nachspeise – Aprikosen-Panna Cotta und Himbeer-Sorbet – wird uns fast vermiest durch unser Gesprächsthema.

Stock: Der Euro macht ja seit Jahren große Sorge.

Heller: Der Euro besitzt von Anfang an einen riesigen Konstruktionsfehler.

Stock: Wohl wahr, er ist eigentlich ein politisches Projekt gewesen – und kein wirtschaftliches.

Heller: Schlimmer noch, alle wirtschaftlichen Daten wurden bewußt ignoriert. Man hat hier gänzlich unterschiedliche Kandidaten in ein Korsett gezwängt. Länder, die nicht zusammen passen. Von der Voraussetzung, von der Mentalität, von der Leistungskraft.

Stock: Es wurde ja kräftig geschummelt…

Heller: Wobei zum Schummeln immer

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Helmut Weyhs verrücktes, phantastisches und anregendes Haus

Worpswede, Das Kreative Haus, Dezember 1990;
Wolfgang Stock, Patrick Krause, Helmut Weyh;
Photo by Hasso von Bülow

Das Kreative Haus liegt auf der Anhöhe über einer Strasse, die in Worpswede Hinterm Berg genannt wird. Helmut Weyh hat, mit Blick für das Große und auch für das Detail, dieses Kreative Haus zu einer ersten Adresse für Führungskräfte entwickelt.

Das Kreative Haus setzt dem Künstlerdorf Worpswede mit all seinen Galerien und Museen ein weiteres Glanzlicht auf. In liebevoller Arbeit haben Helmut Weyh und seine Lebensgefährtin, deren Anteil nicht gering geschätzt werden darf, hier ein verrücktes, phantastisches und anregendes Gebäude mit Leben gefüllt. Und wer einmal etwas Besonderes erleben möchte, dem sei das Vorbeischauen angeraten.

Der Bildhauer und Maler Bernhard Hoetger hat das Anwesen in den 20er Jahren im Stilmix mit rotem Ziegelstein entworfen – etwas Jugendstil, ein wenig Moderne und auch Neoklassik – und Helmut Weyh hat es erfolgreich als Top-Seminarhaus etabliert. Ein Kleinod, das Kunst, Sprache, Design und Intuition ins Bewusstsein des Menschen rückt.

Dieses Konzept von Helmut Weyh spricht die Sinne des Menschen an. Farben, Formen, Töne und Gerüche springen den Besucher im Kreativen Haus förmlich an. Kein Zimmer dieses Landhauses ist wie das andere.

Ein Raum dient einer

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Lebensgefühl 2013: Krise. Abstieg. Panik.

Grünewald1Der Mann ist diplomierter Psychologe, Psychotherapeut obendrein.Und er hat Deutschland auf die Couch gelegt. Was bei dieser Therapiesitzung herauskam, ist nicht gerade schmeichelhaft für unser Land, aber überaus erhellend.

Der Referent hält uns den Spiegel vor: Die Deutschen stehen ständig unter Dampf. Im Beruf wird immer mehr Leistung abverlangt, der Druck wird immer größer, auch der Alltag ist mit neuen Anforderungen überfrachtet. Überall und zu jeder Zeit perfekt zu funktionieren gehört zum Bild des modernen Menschen.

Doch so viel und so schnell man auch strampelt, irgendwie geht es nicht vorwärts. Das deutsche Wirtschaftswunder scheint kraftlos und schlapp. Unsicherheit und das Gefühl von innerer Leere machen sich breit. Stepham Grünewald sieht unsere Gesellschaft als erschöpft, der Lebenssinn zeige sich brüchig und leer.

Insbesondere bei der Jugend sei diese Labilität zu beobachten. Stabile Beziehungen war gestern. Alleinerziehung, Patchwork-Familien, zu wenig Fürsorge. Doch auch bei den Erwachsenen mache sich ein Gefühl des Alleingelassen breit.

Das Bild des havarierten Vergnügungsschiffes Costa Concordia stehe

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