Reisen & Begegnungen

Schlagwort: Wolfgang Stock

Michael Kleeberg kommt Hemingways Geheimnis ganz nahe

Michael Kleeberg

Michael Kleeberg und sein neues Buch Achilles in Taormina. Foto: Penguin Books.

Veranstaltung in Berlin: Lesung und Gespräch mit Michael Kleeberg und Wolfgang Stock

Was macht einen Schriftsteller zur Ikone eines ganzen Jahrhunderts? Woran erkennt man große Literatur? Und wie lässt sich die schillernde Persönlichkeit Ernest Hemingways wirklich verstehen? Diesen Fragen geht der Protagonist des Romans Achilles in Taormina – Auf der Suche nach Hemingways letztem Geheimnis nach – ebenso wie sein Autor Michael Kleeberg selbst.

Ernest Hemingway erscheint darin als Draufgänger, Charmeur und literarische Legende – als stilprägender Erneuerer der Moderne. Doch hinter dem Ruhm zeigt sich ein Mensch im permanenten Selbstkampf: im Krieg, im Rausch, in Beziehungen. Am Ende einer reichen Lebensreise steht er innerlich leer da. Während er in seinen Werken brilliert, scheitert er im eigenen Leben zunehmend – bis hin zur letzten Konsequenz.

Michael Kleeberg nähert sich diesem widersprüchlichen Mythos auf besondere Weise: Mit einem kunstvollen autofiktionalen Ansatz schickt er ein Alter Ego auf Spurensuche. Realität und Erfindung, belegte Fakten und imaginative Elemente verschmelzen dabei zu einer vielschichtigen literarischen Identität – und führen überraschend nah an Hemingways verborgenes Geheimnis heran.

Premierenlesung:
Michael Kleeberg Achilles in Taormina
Lesung, Gespräch und Diskussion

Moderation: Wolfgang Stock

Michael Kleeberg lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Berlin und wurde zuletzt mit dem Preis der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft ausgezeichnet.
Wolfgang Stock ist Publizist, Cheflektor und ausgewiesener Hemingway-Biograf. Im Gespräch mit Michael Kleeberg beleuchtet er dessen neuen Roman und die anhaltende Faszination für Hemingway.

Datum: 27. Mai 2026,
19:00 Uhr
Ort: Humboldt-Bibliothek Tegel, Reinickendorf
Eintritt: frei

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Hemingways Schatten

Eine ganze Seite in der Süddeutschen Zeitung. Und auf süddeutsche.de vor der Bezahlschranke. Ein Dank an Florian Haamann für den informativen und unterhaltsamen Artikel.

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Der Politthriller, in dem ich mitspiele

Die Mauer steht am Rhein, das inzwischen sowohl als Hardcover als auch als Taschenbuch erschien, ist ein nettes Buch. Oder genauer: Zumindest die Grundidee des Buches – Untertitel Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus – besitzt Charme. Hier wird nämlich die Geschichte von DDR und BRD als spiegelverkehrtes Gedankenspiel nachvollzogen.

Nicht der kapitalistische Westen hat Ende der 80er Jahre den Kampf der Systeme gewonnen, nein, umgekehrt. Die kommunistische DDR hat obsiegt, die alte kapitalistische Bundesrepublik siecht dahin, Erich Honecker wird der neue Chef vom wiedervereinigten Deutschland und der Alltag findet unter kommunistischen Vorzeichen statt.

Ein paar Aufrichtige wandern aus in die Schweiz, nach Zürich, wo eine Exil-Regierung gebildet wird. Diejenigen, die da bleiben, passen sich an, wenden sich schneller, als ein Trabi seine Runden zieht. Also, nette Idee, und zudem eine gute Gelegenheit, dem einen oder anderen eine Kopfnuss zu verpassen, zum Beispiel den Opportunisten von Erichs Gnaden.

Autor dieses Politthrillers ist der

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