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Reisen & Begegnungen

Freibier für die Roten!

Das ist München: Für jedes Tor, das die Spieler des FC Bayern in der Bundesliga schießen, spendiert die Paulaner Brauerei 100 Liter Freibier.

Da die Bayern in der letzten, etwas verkorksten Saison 77 Tore erzielt hatten, gab es nun 7.700 Liter Freibier. Denn, auch das weiß der Fussball-Freund, Wettschulden sind Ehrenschulden.

Gestern dann, beim Heimspiel gegen den FSV Mainz 05, lösten die Paulaner ihr Versprechen ein. Von ziemlich adretten Hostessen erhielt man einen bunten Gutschein, wenn man es schlau anstellte, gar

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Ernest Hemingways schlimmstes Laster

Once writing has become your major vice and greatest pleasure only death can stop it.

Ernest Hemingway

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Vom Leben und Sterben einer Stadt und eines Flusses

Iquitos 1987, Photo by N. Böer

An einem Flecken wie diesem hätte man wohl einen klitzekleinen Zipfel des Paradieses abgreifen können. Solch ein Gedanke jedenfalls kam mir in den Sinn, als mich der Zufall, möglicherweise aber auch das Schicksal, zum ersten Mal nach Iquitos verschlug, mitten in das Herz Amazoniens.

Und immer wenn ich diese von der Außenwelt abgeschnittene Stadt besuchte, überfiel mich dort sogleich diese Urgewalt der Natur. Hier wirkt das Menschlein so klein, so schutzlos, so unwichtig, hier spürt es andererseits jedoch auch, was Leben und Lebenslust denn so heißen kann.

Es mag vielleicht diese Mischung aus Demut und Faszination sein, was diese Stadt im Urwald uns beibringen will. Ein Blick aus dem Hotel Maynas, in dem ich meist unterkam, öffnet den Blick auf die flache Stadt und den breiten Amazonas.

Denn Iquitos lässt sich nicht ohne

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Die Zukunft der Zeitschrift – von A bis Z

Photo by W. Stock

Die Zeitschriften-Branche durchläuft in diesen Monaten einen radikalen Wandel und befindet sich mitten in einem epochalen Umbruch. Ein Umbruch, möglicherweise nur der Gutenberg-Revolution vergleichbar.

Im ersten Halbjahr 2012 hat dieser Wandel merkbar an Fahrt aufgenommen. Die Fragen werden drängender: Kann Print überleben? Wie wird die Branche sich entwickeln? Wie werden Zeitschriften in der Zukunft aussehen?

Nachstehend der Versuch eines Ausblicks, nach Stichworten geordnet. Jeder Satz, wie könnte es anders sein, hochsubjektiv und immer aus persönlicher Sichtweise. Und voller Demut stets im Bewußtsein, dass niemand die Zukunft vorher sagen kann.

Aber nach immerhin über 30 Jahren Print-Erfahrung entwickelt man so ein Bauchgefühl für die Trends:

A wie Anzeigen. Die Anzeigenumsätze sind weg – und sie kommen

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Geld macht unfrei!

gefunden im August 2012, auf Sylt; Photo by W. Stock

Geld macht unfrei. Geld macht nicht glücklich. Geld macht unglücklich.

Geld stinkt. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Wie gewonnen, so zerronnen.

Das Geld schließt die Hölle auf. Geld vor, Recht nach. Geld macht Lotterbuben. Geld regiert die Welt.

Für Geld kann man den Teufel tanzen sehen. Geld genommen, um Freiheit gekommen. Wo Geld und Gut, da fehlt der Mut.

Sein Geld ist so dumm wie er. Reiche Leute sind arme Leute mit viel Geld. Der Geiz wächst mit dem Gelde.

Ehr und Geld treibt alle Welt. Geld bringt Gunst, aber nicht die Kunst. Für Geld und gute Worte kann man alles haben.

Magst du auch Gut und Geld zusammentragen, Du wirst doch nackt ins Grab getragen. Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Alles deutscher Volksmund. Über Geld. Meist nachteilig oder gar anrüchig. Tenor: Geld verdirbt den Charakter.

Doch vielleicht ist es ein wenig anders. Geld zeigt

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Ein Ziegel brennt in Schwabing

Die erste Ausgabe des steinroten Heftchens erscheint am 1. September 1917. Der überaus merkwürdige Name der Publikation: Der Ziegelbrenner. Die Zeiten sind schlimm. Der Erste Weltkrieg tobt, mit seinen grausamen Grabenkämpfen, das Kaiserreich liegt in den letzten Zügen. In Deutschland gärt die Vorrevolution.

Verlegt wird die neue Zeitschrift in München 23, das ist Schwabing. Als Herausgeber zeichnet ein gewisser Ret Marut, eine mysteriöse Person, Schauspieler von Profession oder Student, oder was auch immer.

Dieser geheimnisvolle Ret Marut heißt in Wirklichkeit ganz anders und wird zehn Jahre später nochmals einen gänzlich anderen Namen annehmen. Als B. Traven wird er von Mexiko aus zum gefeierten Weltautoren.

Nicht nur der Name des Herausgebers ist eine Finte, auch über die Periodizität und Hintergrund der Publikation wird der Leser gerne im Dunklen gelassen. Das nächste Heft erscheint im Juli. Vielleicht. Vielleicht auch später. So steht es kryptisch und voller Wurstigkeit im Heft.

Ganze 40 Pfennige kostete das erste Heftchen zunächst, später steigt der Preis rasant. Die braunrote Zeitschrift erscheint von September 1917 bis Dezember 1921 in 13 Heften, die Marut als 40 Nummern zählt.

Der Inhalt des Ziegelbrenner liest sich

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Gertrud Höhler spitzt die Feder

Mit ihrem neuen Buch Die PatinWie Angela Merkel Deutschland umbaut steht sie seit Wochen im Kreuzfeuer der Kritik. Mit viel Schaum vor dem Mund rechnen Kritiker mit Höhlers Kritik am Regierungsstil der Kanzlerin ab.

Man braucht nicht in allem einer Meinung mit der Berliner Publizistin zu sein, ich bin es in Bezug auf dieses Buch in vielen Punkten nicht. Doch schadet es einer lebendigen Debattenkultur in Deutschland, wenn missliebige Meinungen und Ansichten gleich mit dem Furor des Wahrheitsglaubens niedergebügelt werden.

Ich kenne Gertrud Höhler recht gut. In den späten 80er Jahren war sie bei ECON „meine“ Autorin. Sie kann sehr scharf analysieren und ebenso formulieren. Deshalb hat Alfred Herrhausen sie Ende der 80er Jahre als Kommunikationsberaterin zur Deutschen Bank geholt.

Hero Kind, der damalige Geschäftsführer des ECON Verlages, ermunterte sie, nun auch zu Wirtschaftsthemen zu schreiben. Anfänglich zögerte Gertrud Höhler, sich auf das neue Terrain zu bewegen. Denn bis dahin war der philosophisch-kulturelle Diskurs ihr Feld gewesen. Doch schließlich ging sie das Wagnis ein, wir legten los. Ich wurde ihr neuer Lektor.

Höhler Wirtschaftsbücher entwickelten sich zum grandiosen Erfolg. Vorher und wohl auch nachher hat

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Revolution auf Sylt

List auf Sylt, im August 2012; Photo by W. Stock

Gestern habe ich sie gesehen. Die Revolution auf Sylt. Ich bin an ihr vorbei gelaufen.

Nein, kein Aufstand der Geknechteten oder die Rebellion der Unterdrückten. Nein, keine blutige Revolte früherer Tage.

Revolution. Ein edler Klamottenladen in List. Die Revolution auf Sylt meint Shopping.

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Sex auf dem Klo

Sylt, im August 2012; Photo by J. Stock

Sansibar. Nicht die Inseln im Indischen Ozean. Sondern die Sansibar auf Sylt. Das Kult-Restaurant. Einzigartig in den Dünen gelegen, zwischen Rantum und Hörnum.

Das Essen, erstklassig wie immer. Die Bedienung freundlich und im Duz-Modus, das hier ist gelebte Community, noch bevor es Facebook und ähnlich virtuelle Treffpunkte existierten. Im Hintergrund zieht Marketing-Großmeister Herbert Seckler die Fäden.

Doch das beste an der Sansibar sind nicht die edlen Weine und die köstliche Fischgerichte. Das beste bekommen Sie zu sehen, if you can’t hold your water. Wenn Sie Ihr Gang zu Toilette führt, dann kriegen Sie womöglich rote Ohren.

Denn in den Toiletten der Sansibar – bei den Männern wie auch bei den Frauen – hängt Kunst. Erotische Kunst. Hocherotische Malerei. Bilder von nackten Frauen, Zeichnungen mit Männlein und Weiblein in ziemlich eindeutigen Situationen. Akte und Nackte, so im Niemandsland zwischen Sex, Erotik und Porno.

Die Maler sind

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Der ziemlich deutsche Strandkorb

Sylt, im August 2012; Photo by C. Stock

Er gehört zu Sylt wie das Krabbenbrötchen und die Wanderdüne. Der Strandkorb. Wilhelm Bartelmann erfindet das gute Stück im Jahr 1882 in Rostock.

Mehr als 50.000 Strandkörbe findet man an Deutschlands meist zugiger und herber Küste. Und hier auf Sylt, auf Deutschlands schönster Insel am Meer, sind sie schon gar nicht wegzudenken.

Den Kapriolen des Wetters trotzt dieser Hartholz-Kubus mit seinem Polyesterpolster so tapfer, dass selbst ein Wind- oder Nieseltag ohne Mühe am Strand verbracht werden kann. Ein solcher Strandkorb vereint eine Vielzahl von Vorteilen.

Zum einen beschirmt er seinen Nutzer vor Wind, der hier an der Nordsee bekanntlich ganz schön heftig ausfallen kann. Zum andern schützt er vor vorwitzigem Blick und wirkt als Signal von Privatheit am Strand, der ja in der Hand des Gemeinen liegt. So ist der Strandkorb im Grunde eine mietbare persönliche Trutzburg im öffentlichen Raume.

Und ja, man kann es sich im Strandkorb so richtig bequem machen. Man kann

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