Weil die Kapitalrendite größer als das Wachstum sei – r>g -, nehme die Vermögenskonzentration und die Ungleichheit in der Gesellschaft von Jahr zu Jahr zu. Diese simple Formel hat den französischen Volkswirt Thomas Piketty zu einem neuen Star der Wirtschaftswissenschaft befördert.
Da kommt aus Paris ein ziemlicher Blödsinn. Denn r>g ist keine Weltformel, kein wissenschaftliches Axiom und auch kein Naturgesetz. Eher Budenzauber. Denn externe Schocks, Wirtschaftskrisen oder Kriege können sie außer Kraft setzen. Außerdem ignoriert eine solch simple Gleichung, dass es in den Industriestaaten eine sehr breite Mittelschicht gibt, die nach dieser Formel über die Jahrzehnte ja eigentlich geschrumpft sein müsste.
Mich stört bei r>g etwas anderes. Und da sind wir bei den mind sets, den Denkmustern. Gleichheit scheint mir kein erstrebenswertes Ziel, Gerechtigkeit schon, jedoch nicht Gleichheit. Denn Ungleichheit erfüllt eine überaus nützliche Rolle. Ungleichheit wirkt segensreich, weil sie Wachstumskräfte stimuliert und Innovationen beschleunigt. Im guten Fall wirkt Ungleichheit als Anstoss zu sozialer Aufwärts-Mobilität.
China wird über r>g nur lachen. In Asien und den Schwellenstaaten zeigen sich
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In der Medienbranche war es die Erfolgsstory schlechthin. Aus einem winzigen katholischen Buchversand hat sich über die Jahrzehnte eine Milliarden-Verlagsgruppe entwickelt. Weltbild galt als das moderne Pendant der Buchclub-Idee und als Riese im deutschen Medienhandel.
Als sei es Frühling, erwacht neues Leben. Sie heißen Päng!, MUH oder CAPZ. Oder auch FROH!, Fräulein, Unique. Das sind allesamt neue Magazine, die man an gut sortierten Kiosken findet.