Pelea de Gallos. Der Kampf der Gockel. Dieser Hahnenkampf ist ein volkstümliches Spektakel in Peru.
Einen ganzen Abend beobachten Hunderte von Zuschauern wie sich mit scharfen Klingen präparierte Federviecher gegenseitig die Hälse abhacken. Auf den Sieger werden Wetten geschlossen, Bierflaschen geleert und gegrölt, so laut es heisere Kehlen eben hergeben.
Der siegreiche Gockel wird in Lima verehrt wie hierzulande ein Torknipser. Für den Erfolg beim Hahnenkampf sind neben der Rasse auch das Training, Glück und vor allem die Präparation der Klinge ausschlaggebend.
Der Sporn des linken Fußes, das natürliche Verteidigungsinstrument der Tiere, wird abgeschnitten, weil beim Kampf die Klinge an dessen Stelle tritt und wie eine Verlängerung der Hinterkralle wirkt. Die aus Spezialstahl in Handarbeit gefertigte acht Zentimeter lange, leicht mondförmig gekrümmte Klinge wird
Ostersamstag in der Allianz Arena. Das Meisterschaftsspiel des FC Bayern München gegen den FC Augsburg. Der Meisterschaftsanwärter gegen den Aufsteiger. Die Ouvertüre für das Match gegen Dortmund und das Champions League Halbfinale gegen Real Madrid. Ist der FCB gerüstet für beide Spitzenspiele?
Zunächst muss man den Augsburger ein Riesenkompliment machen. Die Mannschaft hat einen rasanten Weg nach oben hinter sich. 2002 Aufstieg in die Regionalliga, 2006 Aufstieg in die 2. Bundesliga und 2011 dann der Aufstieg in die erste Liga.
Trainer Jos Luhukay hat aus einer Truppe der Nobodys eine schlagkräftige Elf zusammengestellt. Die Mannschaft, ohne jeden Star, spielt sehr kompakt, überaus mannschaftsdienlich, sie schaltet schnell zwischen Abwehr und Angriff um, und spielt einen sympathischen und unaufgeregten Fussball.
Neulich auf dem Lufthansa-Flug von München nach New York sitzt neben mir zufällig der amerikanische Schriftsteller Avi Perry. Wir kommen schnell ins Gespräch.
Avi Perry kann auch ein buntes Leben zurückblicken. In Israel geboren, wandert er später in die USA aus, wo er für die Technologie-Firmen Bell und Lucent arbeitet. Er geht als Professor an der Northwestern University nach Chicago, wo er lehrt und forscht. Der Perry Algorithmus, ein Software-gestütztes Optimierungsprogramm, geht auf ihn zurück.
Das Thema seines Lebens jedoch bleibt Israel. In Kolumnen, Zeitungsartikeln und Radiokommentaren tritt er als wortstarker und meinungsmutiger Botschafter seiner Sache auf. Die Gefährdung seines Volkes schmerzt ihn, der arabisch-israelische Konflikt treibt ihn um.
Neben seiner politischen Arbeit schreibt er Bücher. Wissenschaftliche Werke, aber auch
Wenn man sich die Medienlandschaft in den USA einmal betriebswirtschaftlich anschaut, dann kriegt man schnell Pickel. Man fasst sich an den Kopf, man wundert sich über dieses Tollhaus!
In den Vereinigten Staaten wird zwar leidenschaftlich über Paid Content für Online-Angebote diskutiert, aber den Content für Print-Produkte gibt man für’n Appel und ein Ei an seine treuen Leser.
Eine gute Zeitschrift in den USA kostet heutzutage im Abonnement 10 Dollar, das sind knapp 8 Euro. Wohlgemerkt, dies ist nicht der Preis für ein einzelnes Heft, sondern der Preis für ein ganzes Jahr. 12 Hefte für 8 Euro. Inklusiv Versandkosten.
So verlangt SmartMoney (vom Wall Street Journal), das eigentlich FewMoney heißen müsste, 10 Dollar für 12 Ausgaben. Das kultige Jugend- und Kulturmagazin Rolling Stone stellt bescheidene 39,96 Dollar für 78 Ausgaben in Rechnung.
Esquire – in dem Heft für den gehobenen Stand hat schon Maestro Hemingway geschrieben – gibt es zum heran nahenden Osterfest noch günstiger. Die glanzvolle Kultur- und Lifestyle-Postille kostet lediglich
Anfang der 90er Jahre. Der ECON Verlag besinnt sich auf seine Wurzeln, auf das Themengebiet Wirtschaft und Management. Mit neuen Büchern und Buchreihen. Dafür hat Verleger Hero Kind mich nach Düsseldorf geholt. Aber wir wollen auch ins Non Book-Geschäft diversifizieren.
Seminare und Kongresse. Diese Ausweitung des Geschäftes erscheint uns als logische Fortsetzung des Verlegens. Warum nicht all die Starautoren des Verlages für einen Tag nach Düsseldorf holen und vor Publikum über ein Thema reden? Die Idee ist geboren. Hero Kind, ein Mann mit spontanen Einfällen und Geistesblitzen, hat direkt auch die Überschrift parat: der ECON Zukunftstag.
Das Monatsmagazin Capital – in jenen Tagen unter Johannes Gross und Rolf Prudent, das Elitemedium in der Wirtschaft – steigt als Medienpartner ein. Der Kieler Designer Klaus Detjen entwirft ein einprägsames Logo, das in die Höhe gereckte Piktogramm-Männchen, farbenfroh und stark. Empowerment, werden die Amerikaner diese Haltung Jahre später nennen.
In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Freunde sitzen beim Whiskey zusammen und frönen der Aufschneiderei unter angehenden Autoren.
Sie wollen wetten, eine literarische Wette, der Einsatz beträgt 10 Dollar.
Der junge Journalist und Schriftsteller Ernest Hemingway aus Chicago wettet mit den Freunden, dass er eine Kurzgeschichte aus nur sechs Wörtern schreiben könne. Sechs Wörter. Erstaunen.
Die Freunde glauben es nicht. Aber natürlich gewinnt Ernest Hemingway die Wette. Sein Text lautet:
Hier im Herzen Schwabings mit seinen feinen Häusern aus der Jahrhundertwende zeigt sich München von seiner angenehmen Seite. Gediegene Wohnlichkeit, kein Protz wie in Grünwald oder Bogenhausen, ein lockerer Lebensrhythmus voller Sonne und Lebensfreude.
Ein ruhiger Autoverkehr, wenig Lärm und grüne höhe Bäume verleihen Bohème-Viertel eine unbeschwerte Note. Die Herzogstrasse liegt in Rufweite zur Clemensstrasse, dort wo der mysteriöse Schriftsteller Ret Marut sein Quartier bezog. Und just in der parallelen Herzogstrasse, Hausnummer 45, im zweiten Stockwerk, wohnte Irene Mermet, Maruts Lebensgefährtin. Heute existiert das Haus nicht mehr, es wurde abgerissen.
In München meldete sich Irene Mermet, eine ehemalige Studentin der Düsseldorfer Hochschule für Bühnenkunst, am 24. November 1915 an, nachdem ihr Freund Ret Marut sich schon zwei Wochen zuvor als angeblich amerikanischer Staatsbürger und stud.phil ins Münchner Melderegister hat eintragen lassen.
Frankfurt/Main, den 2. Oktober 1992; Photo by Hasso v. Bülow
Ein cooler Typ. Wirklich cool. Von den jüngeren amerikanischen Management-Beratern und Wirtschafts-Autoren ist dieser Mann der beste. Und wohl auch der originellste.
Und einer meiner Lieblingsautoren. Diesen Tom Peters mag ich als Vordenker, als Vortragsredner und auch als Mensch. Denn er ist ein bunter Hund, ein richtig bunter und wilder Hund.
Tom wurde mit einem Buch über Nacht berühmt. In Search of Excellence, das erste Management-Buch, das über eine Million Mal verkauft wurde. Zu Deutsch heißt das Werk Auf der Suche nach Spitzenleistungen. Bei meinem ersten Arbeitgeber erhielt jeder Mitarbeiter ein Exemplar dieses Werkes, Mitte der 80er Jahre das Nonplusultra.
Thomas J. Peters, wie er sich damals noch nannte, hatte das Werk mit seinem McKinsey-Kollegen Robert Waterman 1982 geschrieben. Das Thema des Buches: Was haben erfolgreiche Unternehmen eigentlich gemeinsam?
Peters & Waterman haben sich damalige Top-Firmen unter dieser Fragestellung angeschaut. Und die Antwort auf diese interessante Frage lautet: Kundennähe, Action statt Palaver, Freiräume für Mitarbeiter, Flexibilität im Denken, unternehmerischer Geist und das Vorleben von Werten.
Die SPD will sie haben. Die Gewerkschaften auch. Die Linke sowieso. Eine Vermögensabgabe. Die Vermögenssteuer für die Vermögenden.
Ein Modell sieht vor, hohe Vermögen mit einer einprozentigen Abgabe jährlich zu belasten. Schön und gut, mag da ein alter Fuhrmann denken, der schon einiges von der SPD gewöhnt ist, aber wie soll das funktionieren? Wie will man eine solche Abgabe in einer modernen und offenen Welt in der Praxis erheben?
Betriebliches Vermögen wird man wohl nicht mit einer neuen Abgabe besteuern, um nicht den Mittelstand und ausländische Investor zu verschrecken und auch beim Immobilienvermögen wird man wohl Vorsicht walten lassen. Bleibt also im wesentlichen also nur das liquide Vermögen, jene Billiarden, die bei Banken und Sparkassen bekanntlich so nutzlos herumliegen.
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