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Reisen & Begegnungen

Wie wir arm wurden…

Photo by W. Stock

Im nächsten Jahr macht Deutschland mehr Schulden als in diesem Jahr. Wie diese Schulden zurück gezahlt werden sollen, weiß keiner. Ein wenig komme ich mir vor wie auf einer Hochzeit. Einer hat die Musik bestellt, aber keiner will danach zahlen.

So langsam dämmert’s den Leuten. Unser Wohlstand ist auf Pump. Seit Jahren verschlingen unsere Wohlfühlstaaten mehr als sie einnehmen. Die Schulden steigen. Trendwende nicht in Sicht.

Deutschland muss sich von einer Illusion verabschieden. Von dem Glauben, dass der Wohlstand automatisch immer weiter steigt. Und plötzlich ziehen Wolken auf: prekäre Arbeitsverhältnisse, verdichtete Arbeit, sinkende Reallöhne. Da schüttelt sich Deutschland: der Wohlstand wächst nicht mehr, sondern er nimmt ab.

Die Mittelschicht gerät unter Druck und wird von Abstiegsängsten geplagt. Viele verstehen nicht, was da vor sich geht, und reagieren mit Angst, Auflehnung und Resignation. Der Normalbürger agiert verunsichert und defensiv. Statuserhalt ist seine Devise, ja nicht sozial abrutschen. Die Mittelschicht verfolgt ihren kleinen Traum vom Wohlstand: ein kleines Häuschen, eine gute Ausbildung für die Kinder, einmal im Jahr ans Meer. Der Mittelschichtler liebt Sicherheit und Harmonie.

Doch Sicherheit und Harmonie kann

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Max und Louis

Das vergißt man ja schnell. Welch erstklassige Jazzer Deutschland besaß! Den Max Greger zum Beispiel.

Der hatte – oder hat immer noch – eine verdammt gute Big Band. Die war in meiner Jugend das Hausorchester des ZDF und der musikalische Anker der großen Shows am Donnerstag- oder Samstagabend.

Und Max Greger hat einmal mit Louis Armstrong zusammen gespielt. Das ist die Erhebung in den musikalischen Ritterstand. Mehr geht im Jazz ja eigentlich nicht. Und das kann dem Max auch keiner nehmen.

Bei der Aufnahme mit Satchmo hört man, wie gut der Mann aus München-Giesing swingen konnte. Eigentlich hätte Max Greger ein deutscher Woody Herman werden können. Doch zu oft

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B. Traven, der Mann mit den vielen Namen

B. Traven nutzt im Laufe seines Lebens nicht weniger als 27 verschiedene Namen, seinen richtigen ab nie. Und er legt falsche Fährten und raffinierte Finten, um seine wahre Identität zu verschleiern.

Der Autor von 13 Romanen schirmt sich in Mexiko vor der Neugier der Journalisten ab, er ist scheuer und misstrauischer alter Mann. Die Biografie eines kreativen Menschen ist ganz und gar unwichtig. Meine persönliche Geschichte ist allein meine Angelegenheit und ich will sie für mich behalten.

Er sei der uneheliche Sohn des deutschen Industriellen Emil Rathenau, lässt er streuen. Sein Bruder sei der Außenminister Walther Rathenau in der Weimarer Republik, bindet er seinem Freund, dem mexikanischen Kameramann und Regisseur Gabriel Figueroa – einen veritablen Bären auf.

Und einem jeden erzählt Traven eine andere Räuberpistole. Aber nicht nur Traven selbst, sondern auch Literaturforscher und Reporter stricken an den unzähligen Legenden.

Da ist er ein

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Der kränkelnde Tabellenführer

Photo by W. Stock

Gestern Nachmittag in der Allianz Arena zum Spitzenspiel des FC Bayern München gegen Werder Bremen. Der Dritte gegen den Vierten. Bayern gewinnt 4 zu 1.

Da die beiden Führenden Dortmund und Mönchengladbach unentschieden spielen, schieben sich die Münchener wieder auf den ersten Tabellenplatz. Also alles wieder gut?

Mitnichten. Das peinliche Desaster in Mainz, ebenso die Niederlagen gegen Mönchengladbach, Hannover und Dortmund zeigen, dass von einer Überlegenheit des FCB in dieser Saison nicht wirklich gesprochen werden kann. Vier Niederlagen in 15 Spielen, das ist – trotz Tabellenführung – nicht souverän.

Woran liegt’s? Zum einen wird

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Der Himmel auf Erden

gefunden am Flughafen München, im November 2011; Photo by W. Stock

Wenn man das heimatliche Rheinland hinter sich lässt, so geht man in der Stimmung, vielleicht nicht die schönste aller Städte hinter sich zu lassen, aber zumindest doch einen ganz prächtigen Menschenschlag. An dieser Einschätzung ändert sich auch nach zwei Jahrzehnten nichts.

In Bayern erträgt man kalte Winter und trockene Sommer. Die Menschen sind – prima vista – grantiger und harscher. In einer gewöhnungsbedürftigen Mischung aus Freisinn, Subversivität und Humor tritt man dem Fremden entgegen. Doch mit den Jahren ahnt man. dass sich hinter der Fassade des Grantelns eine sperrige Ausprägung der Zuneigung verstecken könnte.

Eigentlich ist der Bayer ein ziemlich unkomplizierter Typus Mensch. Er definiert sich aus seiner Umgebung. Ein Naturbursche, der mit der Natur in Einklang lebt. Heaven on Earth. Das ist der Himmel auf Erden. Bayern.

Dem Bayern fehlt die

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Das Land, das mit Hemingway zahlt

Der alte Mann und das Meer. EL VIEJO Y EL MAR – PREMIO NOBEL 1952 – 1982 steht auf dieser Silbermünze, die Bezug nimmt auf das Erscheinungsjahr des Romans 1952. Den Literatur-Nobelpreises verlieh man ihm dafür zwei Jahre später. Ernest Hemingway liest man am Fuß der Münze, man hätte genau so gut auch El Nuestro Querido Ernesto schreiben können.

Ernest Hemingway wird auf Kuba so verehrt, dass die kommunistische Regierung diesem Gringo 1982 gar eine Serie von drei Münzen gewidmet hat. Neben einem Portrait des amerikanischen Autors und einer Münze, auf der sein Motorboot Pilar zu sehen ist, zeigt die schönste 5-Peso-Münze ein Motiv aus dem Roman Der alte Mann und das Meer.

Don Ernesto hatte Der alte Mann und das Meer 1951 in seiner Finca Vigía nahe Havanna geschrieben und da der Roman von

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John Diebold ist Mister Automation

mit John Diebold, Düsseldorf, den 22. August 1991; Foto: Hasso v. Bülow

Ingenieure und Manager kannten ihn unter seinem Spitznamen. Mr. Automation wurde er genannt. Denn John Diebold, von ihm ist die Rede, hatte in einem aufsehenerregenden Buch die Automatisierung und Technisierung der Industrie vorhergesagt und analysiert. Das war 1952, also zu einer Zeit als man gerade lernte, mit Messer und Gabel zu essen.

Wie die moderne Technik unser Berufs- und Alltagsleben verändert, das war das Thema des Ostküsten-Amerikaners vom Jahrgang 1926. Wie beispielsweise Transistoren, Laser oder Faseroptik unsere Zeit revolutionieren. Diebold schrieb in seinen Büchern aber nicht nur über neue Technologien, sondern auch über Menschen, über Erfinder und Pioniere, über Ideen, Träume und Enttäuschungen. Er war einer der Pioniere der amerikanischen Computerindustrie, er war ein Vordenker von IT.

John Diebold betrachtet den Produktivitätsgewinn zuerst von Kundenseite. Wie bei

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very smart

gefunden in Frankfurt am Main; Photo by W. Stock

Parkplatzprobleme in der überfüllten City?

Nicht doch. Es geht auch etwas anders.

Querdenken und dann auch querparken. Man braucht nur das richtige Auto.

 

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Kann der FC Bayern die Champions League gewinnen?

Photo by W. Stock

München, den 22. November 2011

Heute Abend den Hintern abgefroren in der Allianz Arena. Der kalte Novembernebel drückt sich in das ausverkaufte Oval. Mit einem lockeren 3 zu 1 zieht der FC Bayern München in das Achtelfinale der Champions League ein. Die 66.000 Zuschauer sehen ein munteres Spiel gegen den harmlosen CF Villarreal aus Spanien.

Nun ist der FC Bayern also unter den 16 besten Mannschaften in Europa. Wie weit wird er in diesem Kräftemessen der Landesbesten kommen? Ist der FCB schon bereit für das CL-Finale, das im Mai 2012 in dieser wunderbaren Allianz Arena in München stattfinden wird?

Davon träumen die Bayern und eigentlich wären sie diesmal dran. Aber besitzt das Team denn auch die Klasse dafür? Spielen Sie auf dem Niveau von FC Barcelona, Real Madrid und Manchester United?

Zunächst fällt auf, dass die Bayern um eine Klasse besser agieren als in der letzten kopflosen Saison. Heute erkennt man mehr

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Angela Merkel bleibt die Antwort schuldig

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Berlin, den 18. November 2011

Die Bundeskanzlerin besucht die Zeitschriftentage des VDZ. Wie so oft überzeugt Angela Merkel mit gesundem Menschenverstand und einer Politik mit Augenmaß. Doch diesmal bleiben ihre Worte seltsam leer.

Unsere Welt befinde sich im Umbruch und Deutschland stehe vor gewaltigen Herausforderungen. Gerade bei der Integration von Migranten und der Bildungsförderung spielen Zeitungen und Zeitschriften eine wichtige Rolle.

Die Gesellschaft drohe auseinander zu driften und zu zersplittern. Hier komme den Medien die wichtige Aufgabe zu, Zusammenhalt und Zusammenleben zu fördern.

Über die Jahre hinweg betrachtet zeigen die Anmerkungen der Bundeskanzlerin jedoch auch, wie eng die Gestaltungsspielräume der Politik mittlerweile geworden sind. VDZ-Präsident Hubert Burda hatte in seiner Einführung vier ganz konkrete Felder genannt, auf denen die Verleger Anpassungsbedarf durch Ordnungspolitik sehen: die Lockerung des Kartellrechts, eine Netzneutralität, das Leistungsschutzrecht und ein praxisnaher Datenschutz.

Zu allen Punkten bleibt Angela Merkel eine konkrete Antwort schuldig. Kartellrecht? Zum Teil Ländersache. Leistungsschutzrecht? Großer Widerstand im Parlament. Datenschutz? Muss über Europa laufen.

Politik, dies sagt Angela Merkel nicht, aber man spürt die Botschaft, Politik ist ein

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