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Notizen und Anmerkungen von unterwegs

Kategorie: Auwei! Seite 4 von 6

What the Hell is a “Backpoint”?

gefunden in München, im Januar 2012; Photo by C. Stock

Hoch lebe der Anglizismus! Die Welt ist rund und klein, und die Mauern sind weitgehend gefallen. An den Landesgrenzen und in den Köpfen.

Deshalb heißt der Computer auch Computer und nicht Rechner. Insofern ist ein kluger Anglizismus auch ein guter Anglizismus.

Ein neuer Versuch. Mit etwas mehr Differenzierung. Hoch lebe der intelligente Anglizismus! Die Betonung liegt auf intelligent, denn manchmal muss ich dann doch ziemlich schlucken.

Neulich in München stoße ich auf einen Backpoint. Backpoint? What the Hell is a Backpoint?

Back heißt zurück und Point meint den Punkt. Kriegt man in diesem Laden seine Punkte zurück? Aber welche Punkte? Miles & More. Payback. REWE-Pünktchen?

Ich bleibe ratlos. Also muss man schon genauer hinschauen. Was im Alltag natürlich immer ratsam scheint, bei Ladengeschäften aber Blödsinn ist, denn dort sollte man auf den ersten Blick erkennen, um was es hier geht.

Und bei genauerer Betrachtung lese ich etwas von

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very smart

gefunden in Frankfurt am Main; Photo by W. Stock

Parkplatzprobleme in der überfüllten City?

Nicht doch. Es geht auch etwas anders.

Querdenken und dann auch querparken. Man braucht nur das richtige Auto.

 

Noch ein Schild, das Rätsel aufgibt

gefunden in Peking, Anfang November 2011; Photo by W. Stock

Achtung, Achtung. Please Attention.

Natürlich, wir sollen acht geben. Ein kluger Ratschlag.

Die Frage bleibt nur: vor was?

Ein Schild, das uns Rätsel gibt

gefunden in Peking, im November 2011; Photo by W. Stock

My father is in the room. Ach so.

Wir verstehen die Worte, auch ohne vergessenes Verb, aber wir verstehen nicht so recht die Botschaft. Sei’s drum, mein Vater ist im Raum.

Bleibt jedoch die wichtige Frage: Where is your mother?

Wenn der Kaffee plumpst

gefunden in Aachen, im Oktober 2011; Photo by C. Stock

Plisch und Plum – das sind bekanntlich zwei Charaktere aus der Feder von Wilhelm Busch. Und der Plum, das war, ebenso wie der Plisch, ein ziemlich ungezogener Hund.

Also Plisch und Plum, ihr beiden, lebed wohl, wir müssen scheiden. Eine traurige Geschichte, denn die beiden frechen Hunde sollen ertränkt werden.

In der Großen Koalition unter Kanzler Kiesinger nannte man den Finanzminister Franz-Josef Strauß und den Wirtschaftsminister Karl Schiller – der eine schwarz, der andere rot – kosenamentlich Plisch und Plum. Weil die beiden sich nicht grün waren und doch ein Gespann bildeten.

Es gibt herrliche Wörter in der deutschen Sprache. Wörter, die ich mag, weil sie so schön laut malen. Rollmops. Köstlich. Purzelbaum. Wunderbar. Ich liebe diese Wörter. Und Plumpsklo gehört auch dazu. Auch wenn es das nur noch selten gibt. Das Plumpsklo ist doch – nur sprachlich gesehen – tausendmal schöner als Abort oder Klosett.

Und nun Plum’s Kaffee. Mit falschem

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Wie heißt “Hundekot-Entsorgung” auf Spanisch?

Photo by W. Stock

Deutschland ist ein hoch zivilisiertes Land. Das gilt für seine Menschen, und mehr noch, für seine Viecher.

Vor geraumer Zeit bekomme ich Besuch aus dem fernen Südamerika, einen ausgewachsenen, klugen und weit gereisten Mann. Und als wir durch eine ordentliche und saubere deutsche Parkanlage promenieren, findet eine unbekannte Apparatur die Aufmerksamkeit meines Besuchers.

Was ist das?, fragt er neugierig. Sein Blick deutet auf die Dog Station am Wegesrand. Hundekot-Entsorgung steht fein in bestem Deutsch auf dem Schilde.

Hunde-Kack-Anlage, denke ich und suche nach der passenden Vokabel im Spanischen. Mir kommen die Worte dafür nicht, denn solches Gerät findet sich zwischen dem Rio Grande und Feuerland nicht. Ich darf umschreiben.

Ein Service, an dem man eine Tüte ziehen kann, die Tüte wird

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Haarsträubendes beim Frisör

gefunden in Düsseldorf, Frühjahr 2009; Photo by W. Stock

Jetzt machen wir mal die Feuerzangenbowle. Die hübsche Szene, als der rheinische Lehrer Bömmel den denkfaulen Schülern den Stoff erklären will. Jezz stellen mer uns mal janz dumm.

Also, dann stellen mer uns jezz mal janz dumm: Wat iss ‘n Hairothek?

Diskothek kennen wir. Videothek auch. Der Begriff leitet sich aus dem Altgriechischen und dem Lateinischen her. Thēca bedeutet soviel wie Hülle oder Behältnis.

Als Suffix hat sich -theke bei Räumlichkeiten eingebürgert, so bei der Bibliothek. In der Wortbedeutung steht die Theke also für den Tresen. Bei einer Theke wird dem entsprechend etwas herüber geschoben. Mal ein Video, dort eine Schallplatte, möglicherweise ein Buch.

Kennen Sie aber auch eine Haar-Theke? Eigenhändig so gesehen und mir standen die Haare zu Berg. Denn in der

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Ein Schnuller vom FC Bayern München

Shop des FC Bayern in München. Foto: W. Stock

Der Marketing-Profi weiß: Die Bindung an eine Marke muss früh erfolgen. Je früher, desto besser. Dieses Umstandes ist sich auch der beste Fussball-Club Deutschlands bewußt.

Deshalb gibt es den roten oder auch den blauen Schnuller vom FC Bayern München für das fussballverrückte Baby. Besser gesagt, der Schnuller für fussballverrückte Eltern.

Muss das ein Baby-Leben sein! Seit kurzem erst auf diesem Planeten und schon ein Anhänger des FC Bayern München. Da zeigt sich mal wieder die kluge Nachwuchsförderung des vielfachen deutschen Fussball-Meisters aus dem schönen Bayern-Land.

In den guten alten Tagen wurde die Fussball-Leidenschaft bestenfalls mit der Muttermilch eingesogen. Heute geschieht dies mit dem Schnuller. Doch der kleine Erdenbürger wird umfassend gepflegt und gehegt: Einen Strampler, eine Decke oder Babystrümpfe für den kleinen Fussballfan gibt es gleich dazu.

Der Fachmann nennt dies Merchandising. Ein Riesengeschäft für alle Fussball-Clubs. Aber wir wollen

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Ein Fall für Zwei

Das ist nun wirklich ein Fall für Derrick, Wikileaks, die UNO oder Inspektor Schimanski. Jetzt werden in diesem Land auch noch Hunde video-überwacht. Scheußlich!

Und weil hier in Deutschland der Ordnungssinn überdurchschnittlich ausgeprägt ist, kriegen selbst die armen Viecher noch Ver- und Gebotsschilder gewidmet. Wohin soll diese Überwachungswut bloß noch führen?

Was kommt als nächstes? Abhören von Kühen? Telefonüberwachung von Katzen? Dossiers über Schweine? Man mag es gar nicht glauben, was hierzulande alles möglich ist.

Zahlensalat im Hotel

Photo by W. Stock

Nun gehöre ich zu den Menschen, denen das kleine Abitur zuerkannt wurde. Trotzdem tue ich mich ab und an dann doch ziemlich schwer in dieser Welt mit all ihren Tücken und Hürden.

Meine Hirnzellen und ich, wir mögen beispielsweise keine allzu vertrackten Sachen. Insbesondere nach einem anstrengenden Arbeitstag, wenn wir beide spät abends abgespannt sind und nur noch ins Bett wollen.

Und wenn ich erschöpfter Gast in einem guten Hotel bin, mag ich schon gar keinen Denksport. Zu Hause kenne ich jede Steckdose beim Vornamen, doch im Hotel bewege ich mich auf fremden Terrain.

Dort im Hotel möchte ich nicht als Suchender wie ein Idiot über die Stockflure hin und her irren. Ist mir aber passiert. In Heidelberg. Fünf Sterne.

Zimmer 428? Logisch, sagt mein müdes Hirn, vierter Stock, ganz logisch.

Dies ist allerdings eine sehr törichte Schlußfolgerung. Logisch, aber töricht. Sie kann nur zutreffen, wenn es denn ein viertes Stockwerk gäbe. Gibt es

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