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Notizen und Anmerkungen von unterwegs

Kategorie: Auwei! Seite 5 von 6

Dem Professor Alzheimer seine Gasse

Photo by W. Stock

gefunden in Weßling, im Februar 2009

In dieser winzigen Gasse hat der Herr Professor Alois Alzheimer gewohnt, als er im nahen München praktizierte.

Das unscheinbare Alzheimergassl am idyllischen See, am äh, in äh, verdammt nochmal, wie hieß doch bloß noch einmal dieser See?

Auf den Hund gekommen

gefunden in Düsseldorf, im Frühjahr 2009; Photo by W. Stock

Bisweilen, aber wirklich nur höchst selten, beschleicht mich das merkwürdige Gefühl, ein Hund würde in diesem Land besser behandelt als so mancher Mensch. Aber wie komme ich bloß auf solch düstere Gedanken?

Vielleicht weil ich durch eine deutsche Großstadt schlendere und plötzlich das schicke Ladengeschäft Dog’s Deli erblicke. Dieses Dog’s Deli in Düsseldorf ist das Feinkostgeschäft für den gehobenen Hund, der Dallmayr für den Dackel, wenn man so will.

Was solch ein Gourmet-Laden alles anzubieten hat! Einen exklusiven Keramik-Napf für den verwöhnten Kläffer, Mango Crossies für das Schlabbermaul, feinstes Hundegebäck. Ein Hunde-Plaid aus reinster Baumwolle, von Hand gefertigt, schlappe 75 Euro.

Auch wenn ich schon einiges auf dieser Welt gesehen habe, beim hippen Köter-Deli beschleichen mich leise Zweifel. Denn Delikatessen für den Köter, das muss man mal einem Inder oder Nigerianer erklären.

Doch der

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Rabatt auf dem Strich

gefunden in Landsberg am Lech, im Januar 2009; Photo by W. Stock

Nicht nur im Journalismus lernt man früh: Obacht bei sexuellen Anspielungen! Oma und Opa lesen es, der Lehrer, der Herr Pastor, der Nachbar. Irgendeiner fühlt sich immer auf den Fuß getreten. Zu recht. Denn meist gehen Themen unter der Gürtellinie eben unter die Gürtellinie.

Sprachlich bleibt es schwierig, beim Schlüpfrigen auch noch Eleganz zu bewahren. Natürlich gilt diese Regel auch für das Wirtschaftsleben.

Werbung mit plumper sexistische Optik fallen ordinär auf, sexistische Textspielereien stossen übel auf. Das Schlimmste jedoch: halbseidene Andeutungen erschweren eine vernünftige Markenführung.

Denn eine starke Marke funktioniert ähnlich wie ein guter Freund. So sagt man locker: Ich gehe mal eben zum Dallmayr. Am liebsten fliege ich Lufthansa!

Der Umgang mit

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Nicht spucken!

Hong Kong, im Oktober 2000; Photo by W. Stock

gesehen auf einer Fähre in Hong Kong

Auf einer der Star Ferries vom Hafen in Hong Kong nach Kowloon. Neben den üblichen Hinweisen, wo die Rettungsweste zu finden ist und dass man sich vor Taschendieben hüten solle, das bedeutsame Verbot: Do not spit! Nicht spucken!

Picasso – wer oder was?

Photo by W. Stock

Frage an die jungen Leute, die sich mit der Welt da draußen auskennen.

Picasso – wer oder was ist das?

Picasso? Haben wir doch schon mal gehört. Aber wo? Klar doch, sicher: ein verdammt cooles Auto.

vornehmer Zeitgeist

gefunden in München am Stachus, im Mai 2011; Photo by W. Stock

Das hört sich ja mächtig vornehm an, in einer Welt, wo selbst Kleines groß klingen sollte. WC-Center. Das spielt sprachlich doch in der Liga Congress Center.

Dabei steht das W jedoch für Water und das C für Closet. Ganz simpel und profan, Water Closet Center. Ich muss mal dringend ins WC-Center, wie man heutzutage so schön sagt.

So bahnen sich Anglizismus und Abkürzungs-Wahn ihren Weg zu höherem Blödsinn, wie auch bei dem Hausmeister, der zu einem Facility Manager wird.

Und bei solch einem Zeitgeist mutiert ein anrüchiges Scheißhaus halt zum aparten WC-Center.

Hier wohnt Hempel

gefunden auf Mallorca, im April 2011; Photo by W. Stock

Ich wollte immer mal wissen, wie es bei Hempels unter’m Sofa aussieht. Leider habe ich den Hempel nie gefunden.

Endlich ist mir vor ein paar Tagen ein Hempel über den Weg gelaufen. Der Hempel von Mallorca.

Eroski Center

gefunden auf Mallorca, im April 2011; Photo by W. Stock

Eroski Center? Rotes Licht in Russland?

Nein, nein, ganz daneben. Eine große Lebensmittelkette auf Mallorca.

Saufen bei Jesus

gefunden auf Mallorca, im April 2011; Photo by W. Stock

Bei Jesus. Bitte eintreten! Neben dem Plakat direkt zwei Bierchen. Und Sangría bis zum Abwinken.

Das ist nur im Spanischen möglich. Dort ist der Vorname Jesús gang und gäbe. In Deutschland meines Wissens verboten.

Also denn: eine Kneipe, die Bei Jesús heißt. Prost!

Wohnt hier ein Trottel?

gefunden in Port d'Alcúdia/Mallorca, im April 2011; Photo by W. Stock

Wer wohnt denn in dieser Strasse? Carrer del Dofí. Gefunden auf Mallorca, direkt am Meer. Die Strasse des Trottels?

Weitgefehlt. Dem katalanischen Wort Dofí nähert man sich, wenn man es französisch nasaliert, und dann zum dauphin gelangt.

Am Ende wird aus dem Dummkopf ein Tier. Die Strasse des Delphins.

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