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Reisen & Begegnungen

Eine Demütigung, die in Wirklichkeit eine Wachablösung ist

FC Bayern München Sitze

Photo by W. Stock

Das demütigende 4 zu 0 des FC Bayern München über den FC Barcelona in der Champions League zeigt der staunenden Fußballwelt zweierlei. Die große Zeit Barças, der bis dato besten Mannschaft der Welt, neigt sich sichtbar dem Ende zu.

Ihr Kurzpass- und Dreiecksspiel hat sich nicht weiterentwickelt, es ist leicht auszurechnen, und wenn man dazu noch Leo Messi und Xavi ausschaltet, dann geht bei Barcelona nichts mehr. Die große Zeit der Katalanen ist vorbei.

Und ein zweites: Der FC Bayern beginnt langsam, das Mass aller Dinge im europäischen Fussball zu werden. Die eigentliche Stärke der Münchner liegt im Mix der Systeme. Eine gesunde Mischung aus Technik und Athletik, dazu ein überaus kompaktes Mannschaftsspiel, taktische Disziplin und eine beeindruckende individuelle Klasse.

Die beiden wichtigsten Transfers zur neuen Saison weisen

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Blabla für Schwätzer

Nebel

Photo by W. Stock

Nichts-Sagen ist eine hohe Kunst, denn so einfach ist das Schwätzen nicht. Denn darauf kommt es doch an: Reden, aber nichts sagen.

Oder: Ein gepflegtes Blabla muss auf hohem Niveau stattfinden, sowohl privat als auch im Beruf. Schwätzen sollte einigermaßen intelligent daher kommen, damit es nicht auffällt.

Deshalb nachstehend ein kleiner Survival-Guide für Ahnungslose. Was man in Diskussionen so sagen sollte, wenn man nun wirklich gar keinen blassen Schimmer hat, aber trotzdem eine gute Figur machen will:

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Lebensgefühl 2013: Krise. Abstieg. Panik.

Grünewald1Der Mann ist diplomierter Psychologe, Psychotherapeut obendrein.Und er hat Deutschland auf die Couch gelegt. Was bei dieser Therapiesitzung herauskam, ist nicht gerade schmeichelhaft für unser Land, aber überaus erhellend.

Der Referent hält uns den Spiegel vor: Die Deutschen stehen ständig unter Dampf. Im Beruf wird immer mehr Leistung abverlangt, der Druck wird immer größer, auch der Alltag ist mit neuen Anforderungen überfrachtet. Überall und zu jeder Zeit perfekt zu funktionieren gehört zum Bild des modernen Menschen.

Doch so viel und so schnell man auch strampelt, irgendwie geht es nicht vorwärts. Das deutsche Wirtschaftswunder scheint kraftlos und schlapp. Unsicherheit und das Gefühl von innerer Leere machen sich breit. Stepham Grünewald sieht unsere Gesellschaft als erschöpft, der Lebenssinn zeige sich brüchig und leer.

Insbesondere bei der Jugend sei diese Labilität zu beobachten. Stabile Beziehungen war gestern. Alleinerziehung, Patchwork-Familien, zu wenig Fürsorge. Doch auch bei den Erwachsenen mache sich ein Gefühl des Alleingelassen breit.

Das Bild des havarierten Vergnügungsschiffes Costa Concordia stehe

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Markus Söder: Keine Werbung in ARD und ZDF

Markus SöderIm VZB-Verlegerkreis ein Abendessen im Schwarzen Adler in Nürnberg. Mit Staatsminister Markus Söder, der in Bayern für die Finanzen verantwortlich zeichnet. Und der im Freistaat nicht nur einen schuldenfreien Haushalt vorlegt, sondern obendrein auch Schulden tilgt. Der eloquente Jurist gilt als heißer Anwärter auf den Thron des Bayerischen Ministerpräsidenten, falls Horst Seehofer einmal Rentnergelüste packen.

Was die wenigsten wissen, Söder ist auch ausgebildeter Journalist. Er hat beim Bayerischen Rundfunk volontiert und arbeitete dort dann als Redakteur. Ein Fachmann also, dessen Stimme Gewicht besitzt. Und man hörte Bemerkenswertes vom Staatsminister.

Es gebe doch einen unfairen Wettbewerb zwischen den Öffentlich-Rechtlichen Medienanbieter und den Privaten in Bezug auf das Internetangebot. Während ARD und ZDF ihre Apps und Online-Auftritte via Rundfunkgebühren subventioniert bekommen, müssen mittelständische Verlage die riskanten Investitionen aus eigener Kraft stemmen. Das sei ein unternehmerisches Ungleichgewicht. Es sei einfacher Geld auszugeben, so Söder mit Blick auf die Öffentlich-Rechtlichen, als es zu verdienen.

Ein Ausweg aus dem Ungleichgewicht: ARD und ZDF sollten sich

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Wenn Sprache verarmt…

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Nicht nur die Schere zwischen reich und arm wird immer größer, auch die zwischen klug und dumm. Oder zwischen Vernunft und Torheit. Bisweilen muss man sich in diesem Land wirklich an den Kopf fassen und an Schule und Bildung zweifeln.

So möchte die nationale Armutskonferenz in Deutschland einige Wörter als „soziale Unwörter“ auf den Index setzen und verbieten. Es gelte, so die Argumentation, Klischees abzubauen.

Die Liste, welche Wörter man künftig nicht mehr sagen soll, ist lang: alleinerziehend, arbeitslos, Langzeitarbeitslose, bildungsfern, der ist Hartz IV, notleidender Kredit, Person mit Migrationshintergrund, Vollkasko-Mentalität. Es handele sich hierbei um abwertende oder auch irreführende Begriffe. Das schlimmste Wort überhaupt sei sozial schwach.

Dabei ist zu erinnern, das man sozial schwach sagt, seit man nicht mehr arm sagen darf. Man sieht, es gibt eine Evolution nicht-gewünschter Begriffe. Und wo das alles enden soll, kann man sich

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Lima versinkt kalt und matt

Lima, im Dezember 1985; Photo by Norbert Böer

Lima, im Dezember 1985

Lima sei an Hässlichkeit schwer zu überbieten, hat einmal der peruanische Schriftsteller Alfredo Bryce Echenique kund getan. Für dieses Urteil hat er im eigenen Land ziemlich viel Prügel einstecken dürfen. Prügel, die er jedoch mannhaft ertrug, wie ein Caballero, der sich bis in die Hutspitze im Recht wähnt.

Wenn man in Südamerika eine typische Dritte-Welt-Stadt zu benennen hätte, so verkörpert diesen Typus wohl ideal jene blasse Metropole am Pazifik. Dieses Lima mit bettelnden Müttern und klauenden Kindern, mit Vätern, die keine Arbeit finden und saufen gehen, mit Kraterlandschaften, die sich Straßen nennen, diese Stadt mit Wasserhähnen, aus denen häufig eine braune Sauce tröpfelt und mit Menschenschlangen vor katholischen Suppenküchen, die von Jahr zu Jahr länger werden.

Dieses Lima erweist mehr und mehr sich als

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Prügel für die alte Dame

JBayernvsuventus

München, den 2. April 2013; Photo by W. Stock

Man darf Juventus Turin nicht unterschätzen. Im letzten Jahr ist sie mit großem Vorsprung Meister der italienischen Liga geworden und in diesem Jahr führt sie ein weiteres Mal mit 9 Punkten Vorsprung auf den zweiten, den SSC Neapel. In Italien dominiert diese Mannschaft, die man in Italien auch als vecchia signora, als alte Dame, bezeichnet, die Liga nach Belieben.

Die spannende Frage ist, wie Bayern mit dem merkwürdigen 3-5-2-System der Turiner klar kommt, gegen so ein System sind sie nicht gewohnt zu spielen. Im Prinzip spielt Juventus die Dreierkette mit drei Innenverteidigern, linkes und rechtes Mittelfeld arbeiten dafür defensiv stark mit. Das zentrale Mittelfeld bildet mit Andrea Pirlo, Claudio Marchisio und Arturo Vidal das Prunkstück der Turiner. Vorne haben sie den kleinen, schnellen Sebastian Giovinco als hängende Spitze und dazu Quagliarella oder Vucinic als eiskalte Knipser vor dem Tor.

Juve spielt sehr kompakt, allerdings auch betont hart und ziemlich

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Eine gute Aktie? Bitte unsexy

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Generationen von Anlegern und hochmögende Professoren haben sich über diese Frage den Kopf zerbrochen. Über das erfolgreiche Händchen an der Börse, über den Gewinn mit Aktien.

Da wird gerätselt, entschlüsselt, orakelt und debattiert, was denn eine wirklich gute Aktie sei. Tausende Bücher werden geschrieben, Kurven studiert, Kerzen analysiert und Kennziffern hin und her gewälzt.

Dabei ist alles doch viel einfacher. Eine gute Aktie sollte solide daher kommen, dividendenstark sein und substanzreich. Kurz: eine gute Aktie muss bieder sein, keinen Hype mitmachen, nicht abgehen wie eine Rakete und nicht zu Boden stürzen wie eine verglühende Schnuppe.

Kurz, eine Aktie muss – für mich – eine ganz entscheidende Voraussetzung erfüllen: Sie sollte unsexy sein. Je unsexier desto besser.

Meine unsexiste Aktie im Dax:

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Norman Pearlstine weiß, wie erfolgreicher Journalismus tickt

New York, den 21. Oktober 2009

Eine Stunde mit Norman Pearlstine, zusammen mit anderen Verlegerkollegen. Norman Pearlstine gilt als einer der großen amerikanischen Journalisten. Ein Mann von Statur und Einfluss, einer der Einflussreichsten seiner Zunft.

Norman arbeitet als erster Journalist des Hauses Bloomberg, der hübsche Titel Chief Content Officer schmückt ihn. Sein Ressort umfasst alles, was mit Wachstum zu tun hat: TV, Radio, neue Magazine, Online-Produkte. Und er hält Michael Bloomberg den Rücken frei, damit dieser New York vernünftig regieren kann.

Norman Pearlstine kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Das Wall Street Journal Europe aufgebaut. SmartMoney gegründet, er war viele Jahre lang Chefredakteur des größten Nachrichtenmagazins der Welt, der TIME.

Bloomberg selbst ist ein beeindruckendes Verlagshaus von 11.000 Angestellten und 2.200 Redakteuren, das sein Geld mit hochpreisigen Börsen-Terminals verdient. Jeder Broker braucht ein solches, und keines ist so ausgereift, wie das aus diesem Haus. 300.000 Bloomberg-Terminals stehen weltweit und jeder Nutzer muss um die 20.000 Dollar Benutzungsgebühr pro Jahr zahlen. Über 6 Milliarden Erlös werden quasi automatisch in die Kassen gespült, eine Vorfinanzierung der feinen Art. Und ein Geschäft mit traumhaften Renditen.

Umso mehr hat verwundert, dass

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Wie schmeckt denn die McWurst?

Photo by W. Stock

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Da haben sich zwei starke Marken zusammen getan. McDonald’s und Uli Hoeness. Der flinke Bulettenbräter und der familiengeführte Nürnberger Wurstfabrikant. Das ist eine wirkliche Neuigkeit: Der uramerikanische McDonald’s und die gute alte deutsche Currywurst.

Nun, wenn ich bei meinem Besuch die Nachfrage richtig deute, gefühlt jeder zweite bestellte die McCurry Wurst, dann wird das Ding ein Riesenerfolg. Aber, die Frage aller Fragen, schmeckt die McWurst denn auch?

Machen wir die – höchst subjektive – Probe aufs Exempel. Ich bestelle McCurry mit Pommes und Cola. Scharf oder sehr scharf?, fragt die Verkäuferin. Sehr scharf, antworte ich. Und bekomme prompt ein Curry-Pülverchen, das ich dann am Tisch über die Wurst zu träufeln habe. Das Ketchup allerdings wird an der Wurst mitgeliefert.

Nun, als eingefleischter Esser, ziehe ich die Currywurst auf einem ordentlichen Teller vor, aber zur Not tut es auch die Pappschachtel. Doch siehe da: Die Wurst mundet, sie besitzt einen frischen und kräftigen Geschmack.

Die Wurst schmeckt

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Neuerscheinung:
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