Oft war ich schon in diesem verlassenen Nest im peruanischen Amazonasdschungel, sechs, sieben Mal vielleicht. Und immer, wenn ich in Südamerika weile, dann zieht es mich hierhin, wie zu einem Magneten, schwer erklärlich, es ist halt so.
Doch versuchen wir es: Die Stadt ist einzigartig. Keine Straße führt zu ihr hin, und keine aus ihr heraus. Man muss, will man es einigermaßen bequem angehen, schon mit dem Flugzeug einfliegen. Und trotzdem wohnen über 450.000 Menschen in Iquitos. Die größte Stadt der Welt, die ganz von den Segnungen der Neuzeit abgeschnitten ist.
Beim ersten Besuch kam ich mir klein und verlassen vor. Iquitos schüchtert zunächst ein. Alles drängt und drückt. Links, der dichte Urwald, und rechts, der wuchtige Amazonas. Dazu die Allgewalt der Tropen, wo eine Zecke stärker sein kann als der Mensch, von oben drückt die Schwüle, von innen die Hitze. Wenn man dann das zweite Mal kommt, kennt man all dies. Und wenn man länger bleibt, weiß man mit dieser Stadt umzugehen.
Anfangs bin ich noch unsicher
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